Eintritt: keiner
Führung: Meditation zu Chagall Fenstern wöchentl.
Hotel: in der Stadt
Café/Restaurant: in der Stadt
Info: ab 3 €
Souvenirs: vorhanden
Lage: Die Stephanskirche liegt in Mainz
Anfahrt: Parken direkt im Ort
Wenn man die Stephanskirche betritt, betritt man eine blaue Welt. Das
ganze Kircheninnere leuchtet Chagallblau, man kommt sich schwerelos vor,
als ob man fliegt oder schwimmt.
Am schönsten sind natürlich die fünf
vorderen Fenster, aber auch die eher abstrakten Seitenfenster haben
etwas besonderes. Nur hier und da funkelt es golden aus der blauen
Tiefe.
Nachdem man eine Ewigkeit dort gesessen hat und ergriffen war,
geht man von dem Kircheninneren in den Kreuzgang. Was eben noch mystisch
blau war ist jetzt leuchtend rot. Der Kontrast in frappierend, und ich
kann deshalb nur empfehlen, die Stephanskirche bei Sonnenschein zu
besich-
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tigen. Die Fenster in den Arkaden werfen die schönsten Schatten in
den roten Tunneln und es ist kein Wunder, dass dieser Kreuzgang als
einer der sehenswertesten in Rheinland Pfalz bezeichnet wird. Aber wenn
man von Wundern spricht: St. Stephan ist definitiv eins.
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Fazit: Schade, dass die Stephanskirche nicht einsam im Wald steht. Dann
würde man nach dem Bad im Chagallblau und dem leuchtend roten Kreuz- gang
in saftiges sonnenbeschienenes Blattgrün treten... Aber auch mitten in
der Stadt: St. Stephan ist einmalig und empfehlenswert.
Geschichte: Die Stephanskirche wird 990 vom Mainzer Erzbischof Williges,
der auch den Mainzer Dom erbaut hat, als Stiftskirche errichtet, wohl im
Auftrag der Kaiserwitwe Theophanu, die selbst eine Zeitlang als Kaiser
re- giert.
Williges selbst ist in der Stephanskirche beigesetzt, sein Grab
ist bislang jedoch nicht gefunden worden. 1257 ist die Kirche schwer
beschädigt, von 1290 bis 1340 wird auf ihren Fundamenten die Kirche in
ihrer (weitgehend) heutigen Form erbaut.
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Am Ende des 15. Jahrhunderts
entsteht der Kreuzgang; später wird St. Stephan barock umgestaltet. 1857
ex- plodiert jedoch ein
nahe stehender Pulverturm, die Kir- che wird stark
beschädigt, die barocke Ausgestaltung entfernt.
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Im zweiten
Weltkrieg wird die Stephanskirche fast völlig zerstört; bis auf die
Säulen und Aussenmauern hat sich nichts mehr erhalten.
In den 1960er
Jahren wird die Kirche restauriert, später auch der Kreuz- gang. In den
1970er Jahren nimmt der damalige Pfarrer Klaus Mayer Kontakt zu Marc
Chagall auf, der für die Stephanskirche als einzige Kirche Deutschlands
die Fenster entwirft.
Von 1978 bis 1985 entstehen 9 Fenster, um "ein
Zeichen zu setzen für jüdisch-christliche Verbundenheit und
Völkerverständigung". Nach Chagalls Tod 1985 werden die restlichen
Fenster von einem seiner Mitarbeiter ge- staltet.
Link: http://www.st-stephan-mainz.de/
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