Eintritt: 7,00 € Innenräume nur mit Führung zu sehen
Führung: 15 Uhr vor der Tourismuszentrale
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: Im Ort
Info: ab 2,00 €
Souvenirs: vorhanden
Lage: Der Sprudelhof liegt in Bad Nauheim, ca. 38 km von Frankfurt entfernt
Anfahrt: Parken im Ort, 5 Minuten Fussweg
Die Führung im Sprudelhof dauert fast 2 Stunden und führt durch 4
Bade- häuser. Das Faszinierendste am Jugendstil finde ich ja, dass die
Gestaltung bis in´s kleinste Detail reicht, jede Türklinke, jede
Scheibe, jedes Möbel ist passend entworfen. Und so findet man auch im
Sprudelhof lauter tolle Kleinigkeiten.
Die Badezimmer sind merkwürdig,
einerseits grossartig historisch dekadent, andererseits miefig
medizinisch. Jedes Badehaus hat einen zauberhaften Innenhof mit Brunnen
und jedes Badehaus ist in einem anderen Stil ge- staltet. Von Aussen wirkt
das ganze Ensemble wie eine kleine Stadt und
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überall stehen Palmen. Man
kommt auch „in den Un- tergrund“, wo all die Wasserleitungen zu den Badehäu- sern laufen, coole Industriekulisse. Nach der Führung kann man
noch das Gradierwerk besichtigen (2 €), durch den Salzwassersprühregen
gehen, im Inhalarium denkt man es ist warm und schwül, aber es ist
salzig und
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kühl und neblig, man bekommt ein Isositzkissen und der Nebel
ist farbig beleuchtet. Nebenan ist der kleine Keltenpavillon, hier wird
die Salzge- winnung bei den Kelten vorgeführt.
Fazit: Morbid, verstaubt, verträumt, sinnlich, im Sprudelhof zeigen sich
viele Facetten. Echt interessant und sehr unterhaltsam!
Geschichte: Die Quellen Bad Nauheims werden schon von den Kelten
ge- nutzt, die hier eine Salinenanlage errichten, die das Salz aus dem
Quell- wasser in "industriellem" Massstab gewinnt. Die Salzgewinnung wird
auch das gesamte Mittelalter hindurch betrieben, und entwickelt sich in
den fol- genden Jahrhunderten stetig weiter, auch für Solebäder zu
Heilzwecken werden die Quellen genutzt.
1806 gelangt Nauheim an das
Grosszerzogstum Hessen-Darmstadt, das
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die Etablierung des Kurbetriebes
fördert. 1869 erhält Nauheim den Zusatz „Bad“. Grossherzog Ernst Ludwig, der auch die Mathildenhöhe zum Jugendstilzentrum aus- baut, lässt in Bad
Nauheim ab 1901 bis 1912 die Bade- und Kuranlagen einheitlich neu
gestalten. Ab 1905 wird unter Beteiligung zahlreicher Künstler der
Künstlerkolonie
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auf der Mathildenhöhe der Sprudelhof erbaut, ab 1910 die
Trinkkur- anlagen. Nun entstehen die eindrucksvollen Jugendstilenbäder als Ensem- ble und die unterirdischen
labyrinthische Anlagen, die über Verbindungs- stollen den
Sprudelhof versorgen. Bad Nauheim erlebt seine Blüte, be- rühmte
Persönlichkeiten halten sich hier nun regelmässig zum Kuren auf.
Im 2.
Weltkrieg wird die Badanlage kaum beschädigt, nach 1945 sitzt hier die amerikanische Verwaltung. In den 50er Jahren geht es bergauf,
doch ab den 80ern ist die Bedeutung als Kurbad vorbei. Heute wird der Spru- delhof vom
Jugendstilverein Bad Nauheim betreut. Im Bad finden Füh- rungen statt,
trotzdem kann man in den alten Räumen noch baden.
Link: http://www.jugendstil-bad-nauheim.de/jugendstil/[...]
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