Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: ab 4 €
Souvenirs: Postkarten
Lage: Die Doppelkirche liegt in Schwarzrheindorf, ca. 3 km von Bonn entfernt.
Anfahrt: Parken direkt davor
Die Kirche liegt in einem Ortsteil von Bonn, direkt am Rhein. Leider
merkt man vom Fluss nichts, wenn man um die Gebäude herumgeht. Von Aus- sen
vermittelt sie eine ansehnliche Grösse, von Innen wirkt sie winzig und
intim. Und unglaublich schön.
Sie ist komplett mit Malereien aus dem 12.
Jahrhundert ausgemalt. Man taucht in ein warmes Farbenmeer und verbringt
Ewigkeiten damit, die Bilder zu betrachten. Von oben sieht man in Buntes
hinab, unten fühlt man sich ganz exotisch.
Wenn man irgendwann dann doch
rausgeht und überzeugt ist, so etwas
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Schönes noch nie gesehen zu haben,
gelangt man durch den seitlichen Aufgang auf die Zwerggalerie die hier
nicht eine blinde Deko ist, sondern wie ein Wehr- gang rundum beschritten
werden kann (manche Be- sucher kapieren das gar nicht, vielleicht weil das
Auf- gangshäuschen aussieht wie ein Taubenhaus - könnte
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an den Tauben liegen). Und hier
erlebt man die zweite Überraschung des Tages. Um die
eigentliche Kirche herum ist der Gang weiss verputzt, die Kapitelle
leuchtend rot und gelb, am Sakristeianbau aus dem 20. Jhrd bestehen Gang
und Säulen jedoch aus grauem Stein.
Toll, dass man hier entlanggehen
kann! Im düsteren Aufgang zur Galerie lauern zwei Löwen rechts und links
des Zuganges.
Fazit: Ein Kleinod! Man sollte noch Zeit einplanen um am Rhein spazieren
zu gehen, die hatte ich nicht, weil ich in Byzanz (KAH) war.
Aber auch
abgesehen davon: diese Malereien, die Galerie sind unfassbar. Absolut
empfehlenswert!
Geschichte: Der Kölner Erzbischof Graf Arnold zu Wied besitzt an dieser
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Stelle eine Burg, die den Rheinübergang bewacht. Zu- sammen mit seiner Schwester
Hadwig erbaut er im 12. Jhrd die Kirche als Hauskapelle seiner Burg, 1151 wird
sie in Anwesenheit Kaiser Konrad III. geweiht. Nach seinem Tod 1156
gründet Hadwig, Äbtissin in Essen, hier ein Benediktinerinnenkloster.
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Die schwarze Kleidung der Nonnen gibt vermutlich den Namen
Schwarz- rheindorf. Später wird das Kloster in ein Damenstift umgewandelt.
1803 wirdes im Zuge der Säkularisation aufgelöst; vermutlich ist es dem
Bau- meister Schinkel zu verdanken, dass die Kirche nicht abgerissen wird;
sie ist nun im Staatsbesitz.
In der Mitte des 19. Jhrds werden die
romanischen Malereien, die im 17./ 18. Jhd übertüncht wurden,
wiederentdeckt. 1996 wird das Grab Arnold von Wied in der Kirche
entdeckt, er wird umgebettet und neu bestattet.
Link: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/[...]
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