Eintritt: keiner
Führung: Sonderführungen auf Anfrage
Hotel: keine
Café/Restaurant: Kiosk mit Bänken vor dem Bergwerk
Info: ab 0,50 €
Souvenirs: vorhanden
Lage: Die Schmidtburg liegt bei Schneppenbach im Hunsrück, ca. 70 km von Trier und Kaiserslautern entfernt
Anfahrt: Parkplatz in Bundenbach oberhalb des Bergwerks, ca 25 Minuten Fussweg erst bergab, dann bergauf
Die Schmidtburg ist nicht so einfach zu erreichen. Voriges Jahr habe ich
es schon einmal versucht, damals von Schneppenbach aus. Doch nachdem ich
eine ganze Weile im Wald umhergeirrt bin, weder Schild, noch Burg noch
Mensch gesehen habe, habe ich diesen Besuch vertagt. Auch von Bundenbach
läuft man ein Stück. Am Bergwerk vorbei, ganz runter ins Tal, Uferpfad,
winzige Brücke über den Hahnbach und drüben wieder den Berg zur Burg
hinauf.
Die Schmidtburg thront einsam über einer Schleife des Hahnbachs,
die
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Anlage ist sehr gross, so dass die spärlichen Besucher kaum
auffallen. Die Ruine ist traumhaft ruhig und auch wenn
von vielen Gebäuden nur noch Mauerreste erhal- ten sind, wirkt sie
imposant und beeindruckend.
Von hier sieht
man auf dem gegenüberliegenden Hang die Dächer der Altburg, die man auf
jeden Fall auch noch
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besuchen sollte. (und das Schieferbergwerk, was ich
leider nicht mehr ge- schafft habe.)
Fazit: Die Schmidtburg ist – grade durch ihre Abgeschiedenheit –
eine be- sondere Burgruine. Vor allem im Herbst ist der Weg durch die
Schiefer- wälder schon ein Erlebnis für sich. Von der „Terrasse“ der
Bergwerks- schänke hat man einen tollen Blick auf Schmidtburg und
Umgebung. Absolut empfehlenswert.
Geschichte: Drei fränkische Edelherren errichten um 926 hier in abseitiger Lage eine einfache
Fluchtburg zum Schutz vor Einfällen der Ungarn, um 1083 sind als neue Besitzer erstmals der Nahegaugraf Emich und sein Sohn Emich II. erwähnt (deren Vornamen der Familie den
Beinamen „die Emi- chonen“ gibt und aus denen später die Wild- und Raugrafen werden.
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Sie bauen wohl die Schmidtburg in ihrer heutigen Form. Ab dem 12. Jhrd.
nennen sie sich Grafen von Schmidt- burg, es entstehen die verfeindeten Linien von Schmidt- burg und Kyrburg. 1324 übeträgt der kinderlose Hein- rich von Schmidtburg 1324
sein Erbe an den Erzbischof von Trier, damit es nicht in die Hände des Vetters Fried-
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rich von Kyrburg fällt. Trier baut die Burg zur mächtigen Festung und be- sitzt sie bis 1792. Im 16. Jhrd. hat sie
ihre Bedeutung verloren, gilt teilweise als verfallen.
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird die Schmidtburg 1689 von den Franzosen zerstört,
nur ein Amtmann wohnt bis zu den Revolutions- kriegen 1792 in den Ruinen.
In den folgenden Jahren dient sie dem be- rühmten Räuberhauptmann Schinderhannes als Unterschlupf.
Nach seiner Verhaftung 1799 in Schneppenbach, dient die Schmidtburg als
Steinruch. In den 70er und 80er Jahren des 20. Jhrd. führt die
Orts- gemeinde Schneppenbach als Besitzerin Sicherungs- und Instandhaltungs- massnahmen durch, die bis heute andauern.
Link: http://www.nahereise.de/[...]/Schmidtburg-Nahe.html
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