Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: vorhanden
Café/Restaurant: vorhanden
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Kloster Schiffenberg liegt ca. 7 km von Giessen entfernt
Anfahrt: Parken davor
Hoch oben auf dem Schiffenberg liegt die Klosteranlage, die rundum von
einer beeindruckenden Mauer umschlossen ist. Vom Parkplatz aus gelangt
man zunächst in den weitläufigen Innenhof mit Rasenfläche und hohen
Bäumen. Rechts steht die romanische Klosterkirche, nur als Ruine
erhalten, doch sie ist eigentlich das Schönste in der ganzen Anlage!
Die
Steine sind mit einer grün schimmernden Moosschicht überzogen, im
Chorraum hängt ein rohes Holzkreuz von der Decke. Von aussen erkennt man
das schöne Steinmuster aus Basalt der Wetterauer Vulkane. Der Rest der
Klosteranlage stammt aus jüngerer Zeit als die Kirche und ist nicht zu
besichtigen; ausser den Verkaufsräumen einer Galerie und dem Restaurant.
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Im grossen Hof sitzt man schön unter Kastanien mit Blick auf den
Rest des Kreuzganges der alten Klosterkirche.
Auf dem Aussengelände
hinter der Kirche befinden sich Ruinenmauern der ältesten
Gebäude, hier ist auch ein weiterer Eingang – ein viel schönerer
als der grosse direkt am Parkplatz. Es lohnt unbedingt, aussen einmal
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rund um das Kloster zu gehen, man hat von hier einen tollen Blick
auf die Wetterau.
Fazit: Merkwürdige Mischung von alter Kirchenruine (die einen sehr
be- rührt) und Touristenbetrieb, aber sehr gelungen. Wenn man
beim Kaffee sitzt, kann man sich gut vorstellen, wie die Mönche morgens
bei Schnee und Dunkelheit über den Hof in die Kirche geschlurft sind.
Wunderschöne Gegend und ein guter Auftakt für weitere Besichtigungen in
der Gegend.
Geschichte: Der Schiffenberg ist wohl schon in der Bronzezeit besiedelt.
1129 stiftet die Witwe Konrad I. von Luxemburg, Gräfin Clementia von
Gleiberg das Areal, auf dem sich wohl schon eine Burg befindet, dem
Bi- stum Trier, um dort ein Kloster zu errichten.
Im selben Jahr wird
bereits die
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unvollendete Kirche geweiht. Augustiner Chorherren aus
Springiersbach (Mosel) beziehen die Anlage. Zu Beginn des 13. Jhrds. bildet ein Chorfrauenstift am Südhang des Schiffenberg
eine Gemeinschaft mit dem Chorherrenstift. 1264 klagen die Chorfrauen bei einem
Giessener Schöffengericht, die Mönche kämen ihren Pflichten ihnen
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gegenüber nicht nach. Das Gericht bestimmt die Vergabe
der Klostergüter zu gleichen Teilen; die Vollstreckung des Urteils wird über Jahre
hinaus- gezögert. Aufgrund dieses Streits und Misswirtschaft
übergibt Erzbischof Balduin von Trier 1323 das Kloster
dem Deutschen Orden. 1333 erhält der Schiffenberg eine eigene Komturei.
1543 versucht Landgraf Philipp des Grossmütigen vergeblich, das Kloster in
der Reformation zu säkularisieren. 1809 hebt Napoleon das Kloster auf,
es wird grossherzoglich hessische Domäne. 1837 wird er an
die Familie Lynk- ker verpachtet und beliebtes Ausflugsziel. 1885/86 erfolgen erste Um-/ Rückbaumassnahmen, ab 1972 gehört der Schiffenberg der
Stadt Giessen.
Link: http://www.kloster-schiffenberg.de/
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