Eintritt: 1 €
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: Getränke am Eingangskiosk
Info: ab 1 €
Souvenirs: einige plus Mineralien aus der Gegend
Lage: Burg Saaleck liegt bei Bad Kösen, ca 11 km von Naumburg entfernt
Anfahrt: Parken im Ort, 100m Aufgang zur Burg
Die Strasse von Bad Kösen ist eine Sackgasse; in Saaleck ist Schluss
(man kann aber von der Rudelsburg über das Rittergut Kreipitzsch und den
Berg auf die B88 fahren).
Vom Ort aus kann man beide Burgen sehen; zur
Saaleck führt ein Weg direkt zum Burgtor. Von der Burg hat sich nicht
mehr allzuviel erhalten, ausser den beiden grossartigen Bergfrieden. In
einem ist ein kleines Muse- um eingerichtet, dass sich mit den
steinzeitlichen Jägern der Gegend befasst. Auf dem zweiten Turm befindet
sich die Aussichtsplattform, die bei meinem Besuch wegen Bauarbeiten
gesperrt war.
Die netten Arbeiter haben mich aber trotzdem hochgelassen;
zum Glück,
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denn der Blick aufs Saaletal ist toll. Wie ich dann erfahren
habe, soll eine riesige Schnellstrassenbrücke hier über die Saale gebaut
werden, die angeblich niemandem nützt aber trotzdem irgendwie gewollt
ist.
Im Anschluss an den Bau soll dann das Saaletal als UNESCO
Weltkulturerbe angemeldet werden. Klingt nach
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einer ziemlichen cleveren
Idee... Auch die Dame im Kiosk ist sehr nett und auskunftsfreudig. Als
Mineraliensammlerin habe ich mir natürlich einen klei- nen Coelestin aus
Bad Kösen gekauft, ich wusste nicht, dass es den auch in braun gibt. Ein
schmaler Weg führt aussen um die Burg herum, hier sieht man die spärlich
erhaltenen Mauern aus wunderschönem Kalkstein.
Fazit: Eine kleine Burg, mit eher wenig Abwechslung, aber tollen Türmen, tollem Blick und
ausgesprochen netten Menschen.
Burg Saaleck gehört ebenso wie die
Rudelsburg zu der "Strasse der Romanik", die ich eines Tages auch mal
ganz abfahren möchte!
Geschichte: Burg Saaleck wird vermutlich im 11. Jhrd von dem Markgraf
von Meißen erbaut. 1140 wird erstmals ein Vogt von Saaleck genannt. Zu
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Beginn des 13. Jhrds gelangt die Burg an die Schenken von Vargula, die
sie bereits 100 Jahre später wegen zu- nehmender Verschuldung an den
Bischof von Naum- burg verkaufen müssen.
Die Naumburger Bischöfe setzen
Amtsmänner ein und nutzen Burg Saaleck bei Gefahr als Zufluchtsort. In
der
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Reformation wird der bischöfliche Besitz eingezogen, die Burg geht
an das Kurfürstentum Sachsen, ein Amtsmann lebt noch bis 1585 auf
Saaleck, dann verfällt die Burg, dient der Bevölkerung als Steinbruch. 1804 kommt sie bis zur Bodenreform 1945 an die Familie des Freiherrn von Feilitzsch.
1922 sterben die beiden Rathenau Attentäter bei ihrer Verfolgung auf Burg Saaleck.
1933 errichten die Nazis auf dem Saalecker Friedhof dem "Heldentod" der Mörder eine Gedenktafel, die seit 1990 zur Pilgerstätte von Neonazis wird; 2000 wird sie entfernt.
Rechte Gedenktreffen für die Mörder fnden weiterhin bei Burg Saaleck statt. Nach 1945 gehört Burg Saaleck der Gemeinde Bad Kösen, seit 2003 geht sie an den Heimaltverein Saaleck e.V.
Link: http://www.burg-saaleck.info/
Ausflüge in die Nähe: Rudelsburg (2km),
Kloster Schulpforta (7km),
Stadtbefestigung Naumburg (11km),
Naumburger Dom (11km),
Aegidien & Johanneskapelle Naumburg (13km),
Schloss Neuenburg (18km),
Sonnenobservatorium Goseck (21km)

