Eintritt: 3 €
Führung: auf Anfrage möglich
Hotel: Nein
Café/Restaurant: Vorhanden
Info: Ab 2,50 €
Souvenirs: im Museumsshop
Lage: Die Saalburg liegt am Taunus bei Friedrichsdorf/Bad Homburg, ca. 30 km von Frankfurt entfernt
Anfahrt: Waldparkplatz in unmittelbarer Nähe der Saalburg
Ich war auf der Saalburg just an dem Tag, als sie Unesco Weltkulturerbe
wurde („habemus unesco hereditatem mundi“). Das war toll.
In den beiden
Gebäuden direkt hinter dem Eingang befindet sich das sehr schön gemachte
Museum, das Gebäude gegenüber hat einen bezau- bernden Innenhof mit
wunderschönem Mosaikwasserbecken und am an- deren Ende der Anlage kann man
die Räume der Mannschaftsbaracken betreten.
Auf jeden Fall sollte man
einmal oben auf dem Verteidigungswall um die gesamte Anlage gehen. Mit
etwas Glück ist man für einen Moment alleine
blocksatzfuellwort
und
blickt über die Mauer in den undurchdringlichen Taunuswald. Und auf
einmal fühlt man sich wie ein rö- mischer Wachposten, den leise Nervosität
befällt bei der Vorstellung, dass jederzeit eine Horde kriegerischer
Ale- mannen aus dem Dickicht brechen kann. Und schon ist die Stimmung
nicht mehr so friedvoll (und genau des-
blocksatzfuellwort
halb gab es zur Römerzeit hier natürlich auch keinen Wald...).
Das Erstaunliche an rekonstruierten Römeranlagen ist ja immer, wie wenig „fremd“ und exotisch sie einem
vorkommen. Da wird einem mal wieder klar, wie viel an "römischer"
Architektur, Struktur und Dekoration ganz selbstverständlich in unser
tägliches Lebensumfeld integriert ist.
Fazit: Die Saalburg ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Ein beeindruckendes
Erlebnis, und in der Taberna kann man sowohl drinnen als auch draussen
sehr schön sitzen. Empfehlenswert.
Geschichte: Die Saalburg wird ca 90 n. Chr. als eines der hölzernen
Limes- Kastelle zum Schutz vor den Germanen errichtet.
Wahrscheinlich um 135 n. Chr. unter Kaiser Hadrian wird die ca. 500
Mann
starke II. Raeterkohorte auf die Saalburg verlegt, die aus dem ehemaligen
Holzkastell die steinerne Anlage baut,
deren Ausmass heute zu besichtigen ist.
Immer wieder müssen Teile, die durch Germanenangriffe beschädigt werden, erneuert werden,
bis das Kastell mit dem Limes zusammen ca. 250 n. Chr. nach andauern-
den
Germaneinfällen aufgegeben wird. Nach dem Abzug der Römer verfällt das
Kastell, und wird teilweise vom Wald überwachsen; im Mittelalter dient
es als Steinbruch für Bauten in der Umgebung.
Erst 1818 verbietet Landgraf
Friedrich V. von Homburg weiteres Steinab- brechen. Seit Ende des 19.
Jahrhunderts wird die Anlage systematisch un- tersucht und dank der
Unterstützung Kaiser Wilhelm II. als Rekonstruktion wiederaufgebaut.
Link: http://www.saalburgmuseum.de/
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