Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: vorhanden
Info: Faltblatt
Souvenirs: keine
Lage: Schloss Reichenberg liegt bei Reichelsheim im Odenwald, ca. 35 km von Darmstadt entfernt
Anfahrt: Parken unterhalb des Schlosses, 500 m/ 4 min Fussweg
Von Reichelsheim aus sieht man von Schloss Reichenberg nur 2 Gebäude
mit roten Dächern; nicht sonderlich wehrhaft. Vor dem Burgtor wirkt
das schon ganz anders, die Oberburg ist von einer hohen Zwingermauer
um- schlossen, vor die ein mächtiger Rundturm gesetzt ist.
In der Vorburg
befindet sich das Café, von dessen Terrasse man einen grandiosen Blick
in den Odenwald hat, und die niedliche kleine Burgkapelle, die kürzlich
neu restauriert wurde.
Die Oberburg ist privates Gelände der Offensive
Junger Christen und nicht zugänglich. Da das Tor nur angelehnt war, habe
ich mal reingeschaut und
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meinte, Stimmen zu hören. Mutig in ihre Richtung schlei- chend, traf ich um die Ecke auf einen jungen Mann, der seinen letzten
Tag als FDJler hier dazu nutzte, seinen Grosseltern das Schloss zu
zeigen. Reizenderweise durfte ich mich anschliessen.
Die Oberburg ist
toll. Neben dem "Krummen Bau" steht
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der berühmte Erbacher Brunnen,
gegenüber die Ruinen früherer Gebäude. Von hier geht es durch ein
weiteres Tor in den Wald, auf einer Wiese ist ein schönes
"Begegnungsfeld" eingerichtet, gesäumt von verfallenen Mauern.
Fazit: Eher unbekannt, aber toll. Interessantes Nebeneinander von
Ruinen, Schlossbauten und Kapelle in (natürlich) grossartiger
Landschaft. Es gibt wohl ab und zu Führungen in der Oberburg, das ist
sicher gut, auch weil man da den Renaissance-Rittersaal zu sehen
bekommt. Das schaue ich mir bestimmt noch mal an.
Geschichte: Der Ort Richoldsheim ist vermutlich eine Gründung aus dem 9.
Jhrd durch einen fränkischen Adeligen namens Richold. Im 12. Jhrd gehört
das Gebiet den Herren von Crumbach, die wohl um 1150 hier eine
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erste
Burg erbauen. Ab 1200 gehört Reichelsheim den Erbacher Schenken, sie bauen die Burg um 1240 aus.
1307 wird sie
erstmals urkundlich erwähnt. Verschie- dene Erbacher Linien
nehmen die Burg als Lehen vom pfälzischen Kurfürsten. Nach der
Reformation wird die Burgkapelle aufgegeben und verfällt. 1531 gelangt
Rei-
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chenberg in den alleinigen Besitz Schenk Eberhard XIII. Sein Sohn lässt
die Burg in eine Renaissancefestung umbauen, auch die Kapelle wird
wieder- hergestellt. Im 30Jährigen Krieg bietet sie der Bevölkerung von Reichels- heim Schutz, verliert in der Folge
jedoch an Bedeutung und verfällt.
1717 kommt sie an Graf Georg-Wilhelm
von Erbach-Erbach, der sich nun von Erbach-Reichenberg nennt, 1736 lässt er
Schloss Erbach ausbauen, das nun neue Residenz wird. Erst am Ende des 19. Jhrds wird Reichenberg instandgesetzt, in den nächsten gut 100 Jahren ist es Erziehungsanstalt, Altenheim und
Erholungswerk. Ab 1994 gehört das Schloss den Offensiven
Jungen Christen, die es als Begegnungsort nutzen und restaurieren.
Link: http://www.ojc.de/schloss-reichenberg.html
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