Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: verschiedene 0,50 – 2,50 €
Souvenirs: keine
Lage: Die Abtei Otterberg liegt in Otterberg ca. 10 km von Kai- serslautern entfernt
Anfahrt: Parken im Ort nahe bei der Kirche
Otterberg ist ein winziges Nest, in dem man viel erwartet, aber nicht
den grössten Kirchenbau in der Pfalz nach dem Speyerer Dom. Von Aussen
fällt das gar nicht so auf, weil die Kirche eng umbaut im Ort
liegt, aber beim Be- treten muss man doch verwundert blinzeln. Wenig
Schmuck; eher schlicht, alles gelber Sandstein und Licht. In den
Seitenschiffen sind die al- ten Fundamente noch sichtbar und liegen tiefer
als das Hauptschiff.
Und von Aussen ist die Kirche fast noch toller! Am
Chor sind uralte Reste ehemaliger Kapellen sichtbar, die einen
faszinierenden Kontrast bilden zu der hellen restaurierten Kirche. Der
Kapitelsaal unterhalb des Pfarramtes ist
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das einzige, das von den
früheren Abteigebäuden übrig ist. Sonst nur bei
Führungen zugänglich; hatte ich Glück, dass am Tag meines Besuches
die Altkleidersammlung dort aufbewahrt wurde und ich diesen schönen Raum sehen konnte.
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Fazit: Faszinierende Sache, die monumentale Kirche im kleinen
Otterberg. Der Ortskern ist niedlich und lohnt eine
kleine Schlenderei.
Geschichte: Die Abtei Otterberg wird 1143 von Graf Siegfried von
Nort- heim-Boyneburg gegründet der jedoch bereits ein Jahr darauf stirbt, so dass die aus
Kloster Eberbach im Rheingau entsendeten Mönche erst 1145 nach Otterberg in das neue Kloster gelangen.
Der Tod des Stifters bringt sie in finanzielle Bedrängnis, so dass man 1148 bei Hildegard
von Bingen um Rat fragt. Diese ermutigt die Mönche, zu bleiben, doch der Kirchenbau be- ginnt erst 20 Jahre später.
Die ungünstige Lage in einer Mulde sorgt für beständige
Feuchtigkeit an den Fundamenten, so dass ein Wasserab- leitungssystem
unter der Kirche angelegt wird; wohl das älteste mittel- alterliche Deutschlands. Ende des 12. Jhrds.
jedoch hat sich
das Kloster
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wirtschaftlich erholt und besitzt zahlreiche Ländereien. Doch ab 1301 gehen die
Einnahmen zurück; die Abtei wird dem Kurfürst der
Pfalz unterstellt. Schäden in der Fehde des Graf Emichs von Leiningen
beschleunigen den Niedergang. In der Reformation nimmt Kurfürst Ott- heinrich den neuen Glauben an, sein
Nachfolger stellt
die
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Zisterzienser vor die Wahl, protestantisch zu werden, oder die Abtei zu verlassen. 1561 ziehen die letzten Mönche aus, Otterberg wird eingezo- gen.
Kurfürst
Friedrich III. und sein Sohn siedeln Ende des 15.
Jhrds Glau- bensflüchtlinge in Otterberg an.
Nach den Zerstörungen im 30jährigen-, und darauf im Pfälzischen
Erbfolge-Krieg muss die reformierte Bevölkerung fliehen, die Pfalz wird re- katholisiert. 1707 wird in der
Abteikirche eine "Schied-Mauer" errichtet
und die Kirche als Simultankirche für beide Konfessionen genutzt. 1979-1987 wird die
Abteikirche restauriert, die Mauer abgebrochen. Heute ist
die Otterberger Kirche die grösste Simultankirche der Pfalz.
Link: http://www.bv-pfalz.de/kultur/[...]/otterberger-abtei/
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