Eintritt: 5,50 € mit Schatzkammer, Photoerlaubnis 5,00
Führung: möglich
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: auf dem Domplatz
Info: ab 4 €
Souvenirs: grosser Shop
Lage: Der Naumburger Dom liegt in Naumburg ca. 50 km von Leipzig
Anfahrt: Parken im Ort, 5 Minuten Fussweg
Den Naumburger Dom sieht man schon von weitem, wenn man auf die Stadt
zufährt. In Naumburg selber verliert man ihn ein wenig aus den Augen und
verfährt sich; und das ist das beste was man machen kann. Naumburg ist
eine wunderschöne Stadt die grossteils sehenswert restau- riert ist, ohne
dabei so geleckt zu wirken wie manche ostdeutschen Speku- lantenviertel.
Natürlich findet man den Dom dann doch - erst recht während der
gross- artigen Naumburger-Meister-Ausstellung für die ich zwei
lohnenswerte Tage in der Gegend war. Von den tollen Exponaten und den
fünf Ausstellungs- orten abgesehen, ist vor allem der neue Domgarten ganz besonders
schön
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geworden und reiht sich ein in die vielen beeindrucken- den Orte des
Doms: die imposanten Türme, die trotz- dem filigran wirken, der
Kreuzgang mit tollen Kapitellen, der unterschiedlichste Ansichten des
Domgeländes ein- rahmt, der Säulenwald in der Krypta oder die schiere
Grösse des Dominneren, die leuchtend bunten Fenster
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als einzige
Farbtupfer im grauen Steinmeer des Doms, die wunderbare
Dreikönigskapelle, die man über eine steile Treppe vom Domplatz aus
betritt, und natürlich Uta. Bei meinem letzten Besuch war sie
abgeschirmt; während der Ausstellung durfte man im Dom nicht
fotografieren. Ich habe so lange gebettelt, bis ich wenigstens einmal
doch durfte...
Und dann kann man Stunden damit zubringen, innen und
aussen alleine nur Säulen und Figuren zu betrachten. Der Domschatz
befindet sich in einem riesigen Gewölbe, wunderschöne Altäre zu
Kirchenmusik im Hintergrund. In einer Seitenkapelle sind die neuen
Elisabeth-von-Thüringen-Fenster von Neo Rauch zu sehen. Der Effekt ist
gut, die Fenster sind nur in blutrot und weiss gehalten. Die Motive
wirken wie DDR-Propaganda-Figuren, was ein irritierender Kontrast ist.
Verschweigen sollte man aber nicht, dass der Dom relativ, hm, touristisch
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erschlossen ist. Aber man kann ja kaum die Einzige sein, die so etwas
Tolles besichtigen will...
Im Café auf dem Domplatz freut man sich in
Ruhe, was man da eben grossartiges gesehen hat.
Fazit: Sensationell. Auch durch den neuen Domgarten
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(und das Fehlen
jeglicher Gerüste...) kommt der Dom mit seiner unmit- telbaren schönen
Umgebung jetzt so richtig zur Geltung.
Und zwei Tage reichen immer noch
nicht wirklich, es gibt ja noch so viele weitere Sehenswürdigkeiten
hier. Überhaupt die ganze Unstrut-Saale-Re- gion ist toll (und ich bin unbedingt dafür, dass sie UNESCO Weltkulturerbe wird). Nicht nur Dom,
auch Stadt: absolut empfehlenswert.
Geschichte: Zu Beginn des 11. Jhrds erbaut Markgraf Eckehard von Meissen
Burg Naumburg an den Ufern der Saale, eine Siedlung entsteht. 1021 wird
nach dem Mord an Ekkehard von seinen beiden Söhnen eine Stiftskirche an
der Stelle des Doms errichtet.
Sie überzeugen Papst Johannes XIX., aus
Sicherheitsgründen den Bischofsitz von Zeitz an der slawischen Grenze hier
nach Naumburg zu
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verlegen. Der erste, frühromanische Dom wird gebaut,
kaum kleiner als der heutige. Ab 1210 ebnet der Bischof den alten Dom
ein und baut an seiner Stelle eine reprä- sentativere Kirche.
Um die Mitte
des 13. Jahrhundert gelangt der - nament- lich nicht bekannte - Naumburger
Meister als Steinbild-
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hauer auf die Baustelle, und erschafft hier seine
wichtigsten Werke. Arbei- ten von ihm sind unter anderem auch im Mainzer
Dom erhalten.
Im 14. Jhrd wird der Dom nochmals erweitert. 1532 entsteht durch Brandstiftung grosser Schaden am Dom, der teilweise erst
im 20. Jhrd ganz behoben ist.
1542 führt Martin Luther im Dom den
ersten evangelischen Bischof in sein Amt ein. 1564 wird das Bistum
aufgelöst, sein Besitz geht an die Kurfürsten von Sachsen, das Domkapitel
bleibt jedoch bis ins 19. Jhrd bestehen. In den 1960er Jahren findet
eine umfassende Renovierung statt, eine weitere folgt im 21. Jhrd.
Link: http://www.naumburger-dom.de/
Ausflüge in die Nähe: Aegidien & Johanneskapelle Naumburg (0,5km),
Stadtbefestigung Naumburg (0,5km),
Kloster Schulpforta (5km),
Schloss Neuenburg (9km),
Sonnenobservatorium Goseck (10km),
Burg Saaleck (11km),
Rudelsburg (13km)

