Eintritt: keiner
Führung: auf Anfrage in Heidelberg
Hotel: keines
Café/Restaurant: Waldgaststätte am Parkplatz
Info: in Gaststätte, bei meinem Besuch „aus“
Souvenirs: keine
Lage: Das Michaelskloster liegt auf dem Heiligenberg über Handschuhs- heim, einen Stadtteil von Heidelberg
Anfahrt: Parkplatz im Wald, Fussweg ca. 10 Minuten

Ganz oben auf der höchsten Stelle des Heiligenbergs auf einer Lichtung im Wald befinden sich die Überreste des Michaelsklosters. Es haben sich hauptsächlich nur halbhohe Mauern erhalten, doch auf den Turm kann man steigen, von hier oben sind die Klosterreste gut zu erkennen. Wieder unten spaziert man durch grünbewachsene offene Räume und die dach- lose Krypta ist cool.
Aber auch wenn es filigranere Klosterruinen gibt, ist die Energie hier ganz wunderbar. Die Blumen leuchten bunter als gewöhnlich und die Bienen sin- gen. Unter dem Baum in der Mitte der Anlage picknickt eine Grossfamilie justifyfiller





im Schatten, und das ist, was man hier tun möchte. Auf dem Weg zur Klosterruine kommt man an der Thing- stätte der Nazis vorbei, die man ansehen kann, oder auch nicht.
Dafür ist der Garten der rustikalen Gaststätte, mitten im Wald gelegen, aber sehr entspannend.
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Es gibt einen Rundwanderweg entlang den Überresten des keltischen Ringwalles. Der ist, auch ohne grosse Dinge zu sehen, sehr schön.

Fazit: Was ich gerne wissen möchte, ist: Haben die Kelten ihre Siedlungen an Orten mit besonderer Energie angelegt, oder ist die Energie durch ihre Anwesenheit an diesen Stellen entstanden?
Das Michaelskloster ist mit dem ganzen „Ensemble“ Heiligenberg ein viel- seitiger Ausflug, bei dem es viel zu sehen (oder ahnen) gibt.

Geschichte: Besiedlung auf dem Heiligenberg lässt sich bereits 5000 v. Chr. nachweisen. Später entsteht hier eine mächtige, befestigte keltische Höhensiedlung, ab ca. 80 v. Chr. errichten die Römer einen ausgedehnten Tempelbezirk auf dem Gipfel des Berges. Im Frühmittelalter wird der römi- justifyfiller





sche Merkurtempel als Begräbnisstätte genutzt. Ab dem 8. Jhrd. entstehen zahlreiche neue Bauten, im 9. Jhrd. wird über den Ruinen des Merkurtempels eine Kirche errichtet. 1023 baut Abt Reginald von Lorsch die neue Klosteranlage um den unteren Neckarraum gegen das Hochstift Worms zu sichern. Abt Friedrich von Hirsau, justifyfiller
der Kloster Hirsau 1069 wegen Verleumdungen verlassen musste, wird von Ulrich von Lorsch an das neu gegründete Kloster auf dem Heiligenberg vermittelt. Als er 1070 hier stirbt, knüpft der Totenkult um ihn an den der heidnischen Vorgängeranlage an, das Kloster wird Wallfahrtsort. 1232 kommt der Lorscher Besitz an das Erzbistum Mainz. In der Mainzer Stifts- fehde 1460 gelangt das teilweise zerstörte Kloster in den Besitz des Pfalz- grafen. 1503 werden die drei letzten Mönche vom einstürzenden Turm der Kirche erschlagen, das Kloster wird aufgelöst und bleibt Ruine. Im 19. Jhrd. erfolgen Grabungen und erste Freilegungs- und Sicherungsmassnahmen an den Überresten des Klosters, das heute der Stadt Heidelberg gehört.

Link: www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/

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