Eintritt: 4,50 €
Führung: Audioführung
Hotel: keines
Café/Restaurant: Kiosk am Parkplatz
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Das Römerbergwerk liegt bei Kretz in der Osteifel, ca. 16 km von Koblenz entfernt
Anfahrt: Parken vor dem Bergwerk, 5 Minuten Fussweg
Durch einen tunnelartigen Eingang betritt man das Römerbergwerk und
steht in einer modernen Glashalle. Das Licht ist toll, durch den hellen
Stein, das helle Holz, die hellen Seile, das Glas und den Stahl ist die Stimmung weit und leicht, wie Wüste, wie auf dem Mond, wie Out Of
Space.
Und in Wirklichkeit war es das komplette Gegenteil. Als die Gänge
und Kammern bei den Römern in Betrieb waren, war es dunkel, eng, stickig
und wahrscheinlich klaustrophobisch. Es ist interessant, wie man in der
Wahr- nehmung hin und herschwankt.
Die Audioführung ist gut, ausführlich
wird einem die Bau- und Abbauweise
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des Steinbruches erklärt. Es gibt
noch eine dunkle Kam- mer und einen Gang, in denen man sich untertage
fühlt, an manchen Steinen erkennt man Arbeitsspuren, Trep- pen und
Mauerreste. Und trotzdem kann man sich nie entscheiden, wo man grade
ist...
Am Parkplatz vor dem Bergwerk stehen 2 alte Gruben-
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kräne, leuchtend gelb und grün, verrottet und mit lila Blüten überwachsen. Toll sehen sie aus
und zeigen, wie schnell "modern" "alt" wird...
Fazit: Das Römerbergwerk Meurin ist irgendwie gut. Der Kontrast zwischen
hell und dunkel, alt und modern ist faszinierend. Klein aber sehr fein.
Geschichte: Der Ausbruch des Laacher See Vulkans vor ca. 13.000 Jah- ren
hat bei Kretz eine dicke Schicht Tuffstein hinterlassen, den römische
Soldaten bereits zu Beginn des 1. Jahrhunderts n.Chr. in 4-6 Metern
Tiefe abzubauen beginnen.
Die Römer schätzen Tuff als Baustein sehr und
so entsteht hier das grösste römische Tuffbergwerk nördlich der Alpen.
Das Gestein wird unter Tage ab- gebaut, in Kammern, zwischen denen man
jeweils Säulen stehen lässt; so
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entsteht ein unterirdisches System aus
Kammern und Gängen. Im Mittelalter wird das Bergwerk erneut genutzt,
viele Steine aus Kretz werden in den Kirchen und Klö- stern der Umgebung
verbaut.
Im modernen Zeiten besteht der Abbau fort, nun wird der Stein oberirdisch abgebaut, dabei
arbeitet man sich
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immer weiter "nach unten" und stösst schliesslich auf
die Reste des rö- mischen Bergwerkes.
Vielerorts sind solche Funde vom
modernen Tagebau zerstört und ver- schwunden. Aber die Firma Meurin, auf
deren Betriebsgelände der Stein- bruch liegt, lässt das Areal überdachen
und für Besucher zugänglich machen. Es ist Teil der Vulkanparkroute.
Link: http://www.vulkanpark.com/[...]bergwerk_meurin.php
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