Eintritt: Turm 1,50 €, Museum 3 €
Führung: auf Anfrage
Hotel: in der Stadt
Café/Restaurant: vorhanden
Info: ab 1,50 €
Souvenirs: vorhanden
Lage: Die Mathildenhöhe und Rosenhöhe liegen in Darmstadt
Anfahrt: Parkplatz in der Nähe, ca. 5 Minuten Fussweg
Auf den ersten Blick fällt natürlich der Hpchzeitsturm auf mit seinem
grün geschwungenen Dach. Er wirkt von jeder Perspektive komplett
unter- schiedlich. Vom Treppenhaus aus kann man durch Glastüren in
prachtvoll ausgestattete Räume sehen, hier kann auch geheiratet werden.
Von oben hat man einen schönen Blick auf das Gelände der Mathildenhöhe,
vor dem Turm befindet sich der alte Platanengarten.
Die russische
Kapelle wirkt wie aus einem Märchen. Von aussen verschnör- kelt, golden
und repräsentativ ist sie innen dunkel und familiär. Sie wird für
Gottesdienste der russischen Gemeinde genutzt, und deshalb darf dort auch
nicht fotografiert werden. Das kleine Museum ist cool. Hier gibt es
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zahlreiche Möbel, Einrichtungs- und Dekorationsobjekte von wunderschön
bis absurd kitschig. Neben dem
Mu- seum, unter zugewachsener Pergola ist das Café von dem aus man fast
die ganze Mathildenhöhe im Blick hat.
Von der Mathildenhöhe ist man auch nach 5 Minuten Fussweg an der Rosenhöhe.
Ein traumhafter Park. Hier
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stossen grossherzogliche Mausoleen
unvermittelt an Obstwiesen mit Heu- ballen darauf. Lauben, Bänke und
Brunnen werden von Blumen umwach- sen, daneben eine modernes Metallobjekt.
Hier ist es ruhig und erholsam, und durch den ständig wechselnden
Eindruck ist man ganz angeregt.
Im Anschluss gehe ich noch ein wenig durch die schönen
Jugend- stilhäuserstrassen. An einem Zaun hängt ein laminiertes
Schild: “Today you are welcome to our garden!“. Ich bleibe stehen. Was
soll das heissen? Dass man durch deren Garten laufen kann?
Wieso? Wieso
machen die das? Niemand ist zu sehen. Unsicher schleiche ich auf dem
schmalen Pfad durch wilde Gewächse, überall sind Objekte und
Instalationen, es geht um Kreise, um Strudel, ein hypnotisierender
kleiner Brunnen, daneben ein wackeliger Gartenstuhl. Mehr Brunnen, mehr
Wild- wuchs. Hinter dem Haus die Terrasse, auch hier ein wunderbarer
Brunnen.
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Daneben liegen mehrere Schuhe, ich frage mich, ob die WIRKLICH
gemeint haben, dass man in ihrem Garten rumlaufen darf. Vor der Terrasse
ein winziger Teich und ein grosses Trampolin, daran ein Schild:
„Enjoy jumping!“ Ich kichere zu laut.
Die können doch nicht denken, dass
hier wildfremde
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Menschen in wildfremder Menschen Garten auf deren
Trampolin springen! Ich weiss, wenn ich es nicht mache, ärgere ich mich
für den Rest meines Lebens. Ich lege meine Tasche und die Kamera ins
Gras, steige auf das Trampolin, wippe ein bischen und frage mich, ob
wohl jemand zu hause ist, der beobachtet, wie Menschen sich verhalten,
die in wildfremden Gärten Trampolin springen. Deshalb drehe ich mich mit
dem Rücken zu allen Fenstern des Hauses und hüpfe wilder. Jetzt können
höchstens die Nachbarn mein albernes Grinsen sehen. Von unbekannten Menschen unbe- kannterweise eingeladen
zu werden, in ihrer Abwesenheit (?) in ihem Garten auf ihrem Trampolin
zu springen ist definitiv eines der merkwürdigsten und lustigsten Dinge,
die man Sonntagnachmittags so machen kann. Zurück geht der schmale Weg überwuchert ums Haus
rum: Ich werfe einen "Dank an
Unbekannt" Zettel in den Briefkasten und lächle für den Rest des Tages.
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Fazit: Die Mathildenhöhe mit der Rosenhöhe ist absolut sehenswert.
Viel Zeit mitbringen. Neben den beein- druckenden Gebäuden und
Ausstellungen kann man Stunden damit zubringen, sich all die kleinen
Details an- zusehen, hier ein Mosaik, da eine Statue, Lampen,
Hausverzierungen, Bänke. Erfrischend!
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Geschichte: 1833 lässt Grossherzog Ludwig II. von Hessen an der
höchsten Stelle Darmstadts für seine Schwiegertochter Mathilde einen
Park anlegen; aus dieser Zeit stammt noch der Platanenhain. 1897 lässt
Zar Nikolaus II, dessen Frau eine Prinzessin von Hessen-Darmstadt ist,
die rus- sische Kapelle erbauen.
Grossherzog Ernst-Ludwig von Hessen
bringt von einer Englandreise seine Begeisterung für den Jugendstil mit,
und gründet 1899 die Künst- lerkolonie auf der Mathildenhöhe.
Er erhofft
durch die Verbindung von Kunst und Handwerk einen wirt- schaftlichen
Aufschwung für Hessen, sein Motto lautet: „Mein Hessenland blühe und in
ihm die Kunst!“. Wechselnde Künstler arbeiten & leben auf der
Mathildenhöhe, berühmte Jugendstilarchitekten entwerfen die Gebäude.
Ein
geschlossenes Ensemble aus Wohnhäusern, Ausstellungsgebäuden und
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Ateliers entsteht, als dessen Krönung der sogenannte „Hochzeitsturm“
1908 fertig gestellt wird. Er ist ein Ge- schenk der Stadt Darmstadt zur
Erinnerung an die Hochzeit des Grossherzogs mit seiner 2. Frau, Eleonore
zu Solms-Hohensolms-Lich; obwohl der Skandal um die Scheidung von seiner
1. Frau noch nicht vergessen war.
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Die Künstlerkolonie besteht von 1901
bis 1914, in dieser Zeit werden 4 grosse Ausstellungen gezeigt. Die Rosenhöhe wird als Parkanlage zu Beginn des 19. Jahrhundert als
Landschaftsgarten von Grossherzogin Wilhelmine angelegt, 1826 kommt das
Mausoleum hinzu.
In der Zeit der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe
wird dem Park das Rosarium (das aktuell restauriert wird), das neue
Mausoleum für die gross- herzogliche Familie und das Löwentor hinzugefügt.
Die
Rosenhöhe ist heute beliebtes Naherholungsgebiet, auf der Mathildenhöhe
sind Museum, Ausstellungsräume und internationale Institute
untergebracht.
Link: http://www.mathildenhoehe.info/index.html
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