Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: kostenloses Faltblatt
Souvenirs: Postkarten
Lage: Die Kirche liegt in Gelnhausen, ca. 40 km von Frankfurt entfernt
Anfahrt: Parken im Ort
Aus nahezu allen Ecken in Gelnhausen sind die Türme der Marienkirche über den Dächern zu
sehen, sie liegt inmitten der schön erhaltenen Altstadt, in der noch der
eine oder andere romanische Bau zu finden ist. Aussen an der Kirche sind
zahlreiche teils skurrile Figuren zu bestaunen, und so dauert es eine Zeit,
bis man die Kirche betritt.
Haupt- und Seitenschiffe sind eher schlicht gestaltet,
umso mehr zieht der grossartige Lettner (den es in dieser Art in
Deutschland nur noch im Naum- burger Dom gibt) die Blicke auf sich. Hier
gibt es weitere tolle Mon- stergestalten und filigrane Säulenkapitelle aus Blumenranken, die
schon als Holzschnitzerei erstaunliche Handwerkskunst wären. Aber aus Stein...
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Im Chor sind die schönsten Wandmalereien, alles in war- men gelb/rötlichen Tönen zwischen reichverzierten schlanken Säulen, das ist so
wunderbar, da braucht man den Rest der Kirche fast gar nicht.
Im Museum der
Kaiserpfalz ist ein Stadtmodell von Geln- hausen ausgestellt, da gab es noch die zweite romani- justifyfiller
sche Kirche, die Peterskirche, heute weitgehend modern wiederaufgebaut.
Fazit: Wunderbare Wandmalereien in schöner Kirche in reizender
Klein- stadt. Und natürlich gibt es hier noch die Kaiserpfalz und den
Hexenturm, der bei meinem Besuch leider geschlossen war.
Geschichte: Um 1120 erbauen Prämonstratenser aus dem benach- barten
Selbold hier eine erste kleine Kirche, die 1170, als Kaiser Barbarossa
Gelnhausen Stadtrechte verleiht, zur drei-schiffigen Basilika
ausgebaut wird.
1238 erhalten die Selbolder Chorherren die
Patronatsrechte an der Kirche. Zu dieser Zeit beschliessen die
Gelnhauser Bürger, die naheliegende Peters- kirche zu errichten, die nun
droht, die Marienkirche zu übertrumpfen. Das Kloster Selbold kann zwar
die ursprüngliche Planung der neuen Kirche
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verhindern, beschliesst aber, den weiteren Ausbau der Marienkirche in Abweichung von dem
strengen Baustil der Prämonstraenser sehr viel üppiger zu gestalten.
Abgesehen von einigen Ausbauten des 15. Jhrds ist die Kirche heute noch
in dieser Form erhalten. Im Bauern- krieg wird 1525 das Selbolder Kloster
verwüstet, in Folge
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werden die Patronatsrechte an der Marienkirche 1543
an die Stadt Gelnhausen übergeben, dabei wird die Kirche evangelisch,
ein Bildersturm bleibt aus. Im 30Jährigen Krieg sie leicht beschädigt,
die Instandsetzung erfolgt jedoch umgehend.
Bei einer grossen
Renovierung am Ende des 19. Jhrds werden die meisten der
mittelalterlichen Wandmalerien zerstört, nicht jedoch die Fresken im
Chor, die erst 1934 bei einer Restaurierung entdeckt werden. Seither
sind zahlreiche Massnahmen durchgeführt worden, zuletzt eine grosse
Aussen- renovierung 1987 bis 1999.
Link: http://marienkirchegelnhausen.de/pages/marienkirche.php
Ausflüge in die Nähe: Kaiserpfalz Gelnhausen (1km),
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