Eintritt: 1 €, Photoerlaubnis 1€
Führung: werden angeboten
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: ab 4€, Faltblatt kostenlos
Souvenirs: vorhanden
Lage: Die Kapelle Maria im Weingarten liegt in Volkach am Main, ca. 35 km von Würzburg entfernt
Anfahrt: Parken am Fuss des Weinberges, 7 Minuten bergauf
Maria im Weingarten liegt etwas ausserhalb der Stadt, aber nah genug,
sie als schönen Spaziergang zu Fuss zu besuchen.
Das letzte Stück durch die Weinberge auf dem
Kreuzweg läuft man so- wieso, Blick auf Volkach und den Fluss. Man
erwartet irgendwas Barockes hier und findet dann die hübscheste gotische
Kapelle, die man sich vorstel- len kann.
Die Riemenschneider Madonna
schwebt von der Decke, sie ist viel grösser, als man das vorher erwartet hat,
und das helle Holz bildet einen ergrei- fenden Kontrast zu den bunten
Fenstern hinter ihr. Das moderne Altarbild
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sieht auf den ersten Blick
aus wie eine weisse Fläche mit Farbklecks, aber eine der Nonnen erklärt mir,
das sei Je- sus nach der Auferstehung, da er da aber kein "echter" Mensch
mehr ist, kann man ihn auch nicht als Mensch malen. Beim genauen
Hingucken entdeckt man dann einen schwachen schemenhaften Umriss in der weissen
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Fläche, den man alleine vielleicht nie gesehen hätte.
Die Kapelle liegt in einem kleinen Garten, die umliegenden Gebäude wirken fast
mediterran, alles ist einfach zauberhaft hier.
Fazit: Die Kapelle Maria im Weingarten ist wirklich sehenswert, die
Gegend um Volkach an der Mainschleife wunderschön. Den schönsten Blick
auf den eigenwilligen Kringel im Fluss hat man von der Terrasse der
Vogelburg, Be- such unbedingt mit einplanen. Empfehlenswert!
Geschichte: Das Datum der Erbauung der Kirche ist unbekannt. Nach 906
verlagert sich das kirchliche Zentrum von der gegenüberliegenden
Vo- gelsburg hierher. Im 10. und 11. Jhrd entsteht wohl eine
Urpfarrkirche für alle Siedlungen der Mainschleife, ab 1334 leben
Beginen hier auf dem Kirch-
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berg, eine geschnitzte Pietá aus dem Jahr 1370
macht die Kirche zum Wallfahrtsort. Zu Beginn des 16. Jhrds
stiftet eine Marienbruderschaft die jetzige Kirche sowie die
lebensgrosse Maria im Rosenkranz von Tillmann Riemen- schneider, die sich
in den folgenden Jahrhunderten nun selbst zum Anziehungspunkt vieler
Wallfahrer entwickelt.
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Der Kreuzweg zur Kirche wird im 19. Jahrhundert
von einer Volkacher Bür- gerin gestiftet. 1962 wird in die nur mässig
gesicherte Kirche eingebrochen und die Riemenschneider Madonna
gestohlen.
Henri Nannen, der Gründer des „stern“ bietet den unbekannten
Dieben 100.000 DM und völlige Geheimhaltung der Polizei gegenüber, wenn
sie die Madonna unbeschädigt zurückbringen. Die Räuber lassen sich
darauf ein. Aber kurz nachdem die Madonna wieder wohlbehalten
zurückgekehrt ist, verraten sich die Diebe selbst und werden verhaftet.
Henri Nannen wird Ehrenbürger der Stadt Volkach.
Link: http://www.wallfahrt.bistum-wuerzburg.de/[...]/index.html
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