Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: Ein Faltblatt zum Mitnehmen
Souvenirs: keine
Lage: Die Marienkapelle/Karmelenberg liegt bei Bassenheim, ca. 18 km von Koblenz entfernt
Anfahrt: Parken am Fuss des Hügels, 10 Minuten Fussweg
Die Marienkapelle liegt ganz oben auf dem kleinen Vulkankegel. Durch
schönen Birkenwald führt ein Kreuzweg nah an der ziemlich
eindrucksvollen Abbruchkante des ehemaligen Steinbruchs entlang. Auf
einer kleinen Lichtung steht die Kapelle, ein weiss gelbes Schmuckstück.
Der Innenraum ist nur durch ein Gitter zu be- trachten, für eine
Barockkirche ist er eher schlicht. Und schön.
Man kann aber Kerzen
anzünden. Das ist auch schön. Der kurze Rundweg führt dann hinter der
Kapelle zurück, da kommt man auch an die Wand des Schlackeabbaus. Hier
ist es Nadelwald, dicht und dunkel, und wenn man sich daran erinnert,
auf der Infotafel gelesen zu haben, dass hier der letzte Eremit 1826
erschlagen wurde und sein Mörder noch immer frei rumläuft, wird es einem
kurz mulmig. Aber dann ist der Wald wieder licht, der Weg am Parkplatz
zu Ende, und alles ist gut.
Fazit: Ein Abstecher, der sich lohnt. (Ehrlich gesagt, alle
Vulkanpark-Abstecher
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haben sich gelohnt. Die Eifel ist toll.) Ein
schöner, kleiner, romantischer Spaziergang.
Geschichte: Der Karmelenberg (bei einem Vulkanausbruch vor ca. 350.000
Jahren enstanden) weisst bereits Siedlungsspu- ren der Neandertaler auf.
Auch ausgedehnte keltische Siedlun-
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gen und Gräberfelder sind in
unmittelbarer Umgebung Bassenheims nachweisbar.
Im Jahr 1662 erbauen
der Reichsfreiherr Johann Lothar Waldbott von Bassenheim und seine Frau
Anna Magdalena die Kapelle auf dem Karmelenberg (der damals noch
Hexenberg heisst und nun, wegen seiner Ähnlichkeit zum Berg Karmel im
heiligen Land in „Karmelberg“ umgenannt wird).
Für die Gesundheit ihres
ungeborenen Kindes erhalten sie ein Marienbildnis, für das sie, nach der
glücklichen Geburt ihrer Tochter, die Kapelle als Schrein des Bildnisses
errichten. Ab 1688 wird die Marienkapelle zum Wallfahrtsort.
Fortan lebt
immer ein Eremit auf dem Karmelenberg, der die Kapelle beaufsichtigt;
1826 jedoch wird der letzte Eremit im Wald vor der Kapelle erschlagen,
der Mord wird nie aufgeklärt.
Unterhalb der Kapelle wird im 20.
Jahrhundert Vulkanschlacke abgebaut. Die Ge- meinde Bassenheim kauft die –
mittlerweile verfallene - Kapelle 1992 und renoviert sie. Heute ist sie
Teil der Vulkanparkroute.
Link: http://www.bassenheim.de/web/index.php?option=com_content[...]
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