Eintritt: Museum 3 €, mit Führung im Kloster 4 €
Führung: optional
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: im Museumshop
Souvenirs: im Museumshop
Lage: Kloster Lorsch liegt in Lorsch an der Bergstrasse, ca. 35 von Heidel- berg entfernt
Anfahrt: Parkplätze unmittelbar bei dem Kloster
Kloster Lorsch ist UNESCO Weltkulturerbe, denn die Königshalle, ein Teil
des Klosters, ist eines der wenigen erhaltenen Bauwerke aus der Zeit der
Karo- linger. Mit ihrer rot-bunt-leuchtenden Fassade ist sie das
Schmuckstück des Klostergeländes.
Bei einer Führung bekommt man im
oberen Stockwerk Wandmalereien des 9. Jahrhunderts zu sehen, ebenso wie
das – leere – Innere der Kirche.
Im ersten Moment ist man vielleicht
enttäuscht, dass so wenig „Kloster“ hier zu sehen ist, aber dann ist man
fasziniert von den ungewohnten Bauformen, den eleganten Farben der
Königshalle und den dicken, fast
fensterlosen Mauern des Kirchenrests. Hinter der Kloster- kirche ist ein schöner Garten, an den die alte Scheune
des Klosters anschliesst. Direkt nebenan befindet sich das
Klostermuseum, auf dem Platz vor der Königshalle sitzt man mit gutem
Blick im Strassencafé.
Fazit: Kloster Lorsch ist auf den zweiten Blick toll! Das Klostermuseum
ist sehr schön und interessant gestaltet, und auf jeden Fall sollte man
eine Führung mitmachen. Ein faszinierender Ausflug.
Geschichte: fränkischen Gaugraf Cancor und seiner Mutter Williswinda
haben 764 die Abtei Lorsch gegründet, und sie Bischof Chrodegang von
Metz übereignet. Kurze Zeit darauf wird sie an das karolingische
Königshaus übergeben, um vor zukünftig Übergriffen benachbarte Adliger und
Bischöfe geschützt zu sein.
Die Blütezeit des Kloster ist nach dem Tod
des Ludwig des Deutschen (876), es wird der Begräbnisplatz für die
Könige des Ostkarolingischen (deutschen) Reiches. 1090 wird das Kloster
durch einen Brand stark be- schädigt, im 12. Jahrhundert wird es zum
ersten Mal wieder aufgebaut.
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1232 verliert Lorsch durch die Eingliederung
in das Erz- bistum Mainz viele seiner Privilegien. Nach der
Reforma- tionszeit steht das Kloster leer, und die Gebäude zerfallen.
1991
wirde Kloster Lorsch in die berühmte Welterbeliste der Unesco eingetragen.
Bekannt ist der "Lorscher Codex" (Codex Laurehamen-
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sis), der 1175
angelegt wurde. Im zwölften Jahrhundert war es in vielen Klöstern
üblich, in einem Buch alles zu erfassen, was zur Geschichte und zum
Besitz des Klosters in Urkundenvorliegt.
Im Lorscher Codex sind 3836
(!) Urkunden aufgezeichnet. Über tausend verschiedene Orte Und
Familiennamen des deutschen Sprachgebietes zwischen Nordsee und Alpen
sind hier verzeichnet - meist zum ersten Mal.
Link: http://www.kloster-lorsch.de/
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