Eintritt: 3,30 €
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: ab 2,50 €
Souvenirs: keine
Lage: Burg Linn liegt in Linn, ca. 9 km von Krefeld entfernt
Anfahrt: Parken am Park der Burg
Beim ersten Anblick von Burg Linn ist man irritiert. Roter Backstein?
Für eine Burg? Den hat man auf der Herfahrt durch das
Ruhr-Industriegebiet gesehen: an Fabriken, Schornsteinen, Lagerhäusern.
Dass in Gegenden ohne nennenswerten Steinvorkommen auch schon vor
Hunderten Jahren mit Backstein gebaut wurde, ist ganz fremd für jemand,
der quasi zwischen Steinbrüchen lebt...
Aber nicht nur das ungewohnte Baumaterial beeindruckt. Auf einer
heutigen Holzbrücke überquert man den Graben der Wasserburg, durch 2
mächtige Tore gelangt man in den Innenhof. Über die Wehrmauer kommt man
in den Bergfried, in anderer Richtung in die Räume des Palas. Auf zwei
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Stockwerken besichtigt man eingerichtete Zimmer, durch bunte Glasfenster
zeichnet sich die Silhouette der Burg ab. Tolle Stimmung. Ein winziger
gotischer Kapel- lenerker, riesige Kamine, dicke, verputzte Mauern, in
Vi- trinen Funde aus der Burg. Das Durchwandern macht Spass. Im
gegen- überliegenden Bau ist altes Handwerk
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zu besichtigen. Auf der Aussenmauer
innerhalb des Wassergrabens kann man um die kleine Anlage laufen.
Vor
der Burg befindet sich ein leuchtend gelb verputztes Jagdschloss, auch
hier sind die eingerichteten Räume zugänglich. Ein grosses Backsteintor
führt aus dem Burggelände in die Altstadt von Linn. Das niederrheinische
Landschaftsmuseum dort habe ich leider nicht mehr geschafft, das war
schon zu. Schade.
Fazit: Sehr exotisch und toll! Die Kombi aus rotem Backstein und schöner
Wasserburg ist absolut faszinierend! Auch der Kontrast
Industrie/Mittelalter ist klasse. Ich war begeistert von diesem
empfehlenswerten Besuch!
Geschichte: Bereits um das Jahr 1000 existiert an der Stelle der Burg
Linn eine Motte mit umgebenden Wassergraben, im 11. Jhrd. erbauen die
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Edelherren von Lynn hier einen Wohn- und Wehrturm. 1188 verkauft Otto
von Linn die Burg an den Kölner Erzbischof, der sie ihm als Lehen gibt.
1264 sterben die Herren von Linn aus, die Grafen von Kleve werden mit
ihrem Besitz belehnt. 1388 zieht der Erzbischof das Lehen als erledigt
ein, die Burg ist nun Sitz eines Amt-
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mannes des kurkölnischen Amts
Linn. Im 16. und 17. Jhrd. wird Burg Linn festungsartig ausgebaut. Im
Spanischen Erbfolgekrieg geht die Burg in Flammen auf und wird nicht
wieder aufgebaut. Lediglich der Bergfried wird bis 1794 als Gefängnis
genutzt. 1740 lässt Kurfürst Clemens August die ehemalige Kellnerei vor
dem Burggraben als Jagdschloss umbauen, wo auch der Amtmann seinen Sitz
nimmt.
1806 kauft die Fabrikantenfamilie de Greiff die Ruine der Burg,
um die sie einen englischen Landschaftspark anlegen. 1926 erwirbt die
Stadt Krefeld Burg Linn und richtet in der Vorburg ein Museum ein. Bis heute folgen weitere Restaurierungsmassnahmen.
Link: http://www.krefeld.de/C12574810047B054/html/[...]
Ausflüge in die Nähe: Colonia Ulpia Traiana (50km),
Dom zu Xanten (50km)