Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: Landsteiner Mühle
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Kirchenruine liegt bei Altweilnau im Taunus, ca. 40 km von Wies- baden entfernt
Anfahrt: parken direkt davor
Bei meinem ersten Ausflug zu Burg Altweilnau, Schloss Neuweilnau und der Linde in Reinborn wusste ich noch nichts von der
Kirchenruine, von ihr ha- be ich erst zufällig einige Wochen später
gelesen. Schön zu wissen, dass sich nach all den Jahren meiner
Exkursionen immer noch überraschende Entdeckungen in der Gegend machen
lassen!
Wie auf den Bildern unschwer zu erkennen, hat sich von der
Kirchenruine ausser dem Westturm kaum etwas erhalten, und der sieht von
allen Seiten relativ gleich aus. Aber dieser wuchtig graue Steinklotz
inmitten der welligen Wiesen des Talausläufers hat eine tolle
Atmosphäre! Oberhalb der Ruine am
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Waldrand ist eine wilde Obstbaumwiese, durch das ge- waltige Tor wird der Taunuswald eindrucksvoll
gerahmt, in dem man auch einen schönen Spaziergang anschlies- sen sollte.
Die 500 Jahre alte Mühle nebenan ist fast genauso schön, hier ist ein
"Apfelwein-Restaurant" (angeblich das
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weltweit erste) untergebracht, das
natürlich auch Kaffee und sehr leckeren Kuchen anbietet.
Fazit: OK, die Besichtigungszeit der Landsteiner Kirchenruine ist SEHR
überschaubar, aber das ändert nichts daran, dass die Ruine ein kleines
Schmuckstück ist. Und da man im Garten der Landsteiner Mühle wirklich
traumhaft sitzt, ist es sowieso der beste Ort, um den Gesamt-Weilnauer
Ausflug zu beschliessen.
Geschichte: 1272 wird erstmalig eine Liebfrauen-Kirche am Landstein
erwähnt; ein Gebiet, das den Herren von Eppstein gehört. 1350 hat sich
wohl bereits ein kleines Dorf um die Kirche entwickelt, Ritter Markolf
wird als Lehensnehmer der Eppsteiner genannt. So kann man davon
ausgehen,
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dass dieser in "Landsburg" einen befestigten Sitz errichtet hat.
Einige Jahre später gehen Dorf und Gericht kurz in den Besitz der
Kronberger über, ab 1441 gehören sie aber wieder zu Eppstein.
Zu Beginn
des 16. Jhrds entwickelt sich Landstein zu einem Wallfahrtsort, dessen
Bedeutung jedoch von kur-
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zer Dauer ist. Im Zuge der Reformation wird die
Pfarrei Landstein auf- gehoben, Pilger bleiben aus, das Dorf fällt wüst.
Im 30Jährigen Krieg wird die Kirche und das einzig noch verbliebene
pro- fane Gebäude, die benachbarte Mühle, zerstört. Während die
Kirchenruine nun als Steinbruch für die Usinger Hugenottenkirche dient,
wird die Mühle in den folgenden Jahren wieder aufgebaut und betrieben;
die Stilllegung erfolgt erst 1957. Seither ist die Landsteiner Mühle ein
Restaurant.
Link: http://www.altweilnau.de/altweilnau/ortsgeschichte/landstein.html
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