Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: in der Stadt
Café/Restaurant: in der Stadt
Info: ab 3 €
Souvenirs: keine
Lage: Die Johanniskirche liegt in Kronberg am Taunus, ca. 20 km von Frankfurt
Anfahrt: Parken direkt im Ort, ca. 5 Minuten Fussweg
Die Johanniskirche liegt unterhalb der Burg Kronberg in der
wunderschönen Altstadt. Im Vorbeigehen denkt man immer auf den ersten
Blick, sie sei Teil der alten Stadtbefestigung, so unkirchlich sieht der
Turm aus. Beim Betreten erlebt man eine echte Überraschung! Die gesamte
Tonnengewölbedecke ist farbig ausgemalt, leuchtend aber doch warm und
harmonisch; es wird einem ganz kuschelig und wohl zumute. Ein bisschen
anstrengend ist es, lange dort zu sitzen und den Kopf in den Nacken zu
legen, aber der Eindruck ist einfach zu schön, um ihn nicht auszukosten.
Rings an den Wänden befinden sich gut erhaltene Grab- platten der
Kronberger, stimmungsvoll beleuchtet. Der kleine Chor ist mit seinem
schlichten rot-weiss ein schöner Kontrast zu der bunten Kirche.
Fazit: Die Johanniskirche ist ein echtes Schmuckstück. Auf jeden Fall
ansehen, wenn man z.B. in Kronberg wegen der tollen Burg ist. Vor der
Kirche auf einem kleinen Platz gibt es ein nettes Café, und die
Kronberger Altstadt ist ja auch immer wieder beeindruckend.
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Geschichte: Die erste Johanniskirche wird um die Mitte des 14.
Jahrhunderts von den Rittern Frank und Ulrich von Kron- berg erbaut; die
Kronberger haben bis zu ihrem Aussterben 1704 das Patronat der Kirche. 1330 erhält
Kronberg von Kaiser Ludwig den Bayern Stadtrechte und erlebt einen wirtschaft- lichen Aufschwung, wovon auch der
Kirchenbau profitiert.
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1437 zerstört ein grosser Brand weite Teile der
Stadt, auch die Johanniskirche. Die Herren von Kronberg erlassen
ihren Untertanen vier Jahre die Steuer, so beginnt der Neuaufbau der
Stadt zügig. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird auch die Johanniskirche
neu erbaut unter Mitarbeit von Handwerkern der Frankfurter
Dombauhütte; um 1450 ist der Bau vollendet. 1522 holt Hartmut XII. von
Kronberg, ein Freund Luthers, den ersten evangelischen Prediger nach
Kronberg, 1526 wird von Philipp den Grossmütigen von Hessen die
Reformation eingeführt. Die Johanniskirche ist damit eine der ersten
protestantischen Kirchen.
Ab 1624 ist sie auf Betreiben des Mainzer
Erzbischofs aus dem Haus der Kronberger nochmals katholisch, seit 1648
endgültig evangelisch. Zu Beginn des 19. Jahr- hunderts streicht der
damalige Pfarrer die Wände weiss und versteigert Grabplatten, Gemälde
und weitere spätmittelalterliche Werke, um mehr Platz in
seiner Kirche zu haben. 1897 veranlasst Kaiserin Friedrich, die zu der
Zeit auf Burg Kronberg wohnt, die Restaurierung.
Link: http://www.kronberg.de/WebtreeAdministration/Index.asp
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