Eintritt: 2 €
Führung: nach vorheriger Anmeldung
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: ab 3 €
Souvenirs: Publikationen
Lage: direkt in Speyer
Anfahrt: Parken im Ort 5-10 Minuten Fussweg

Der Judenhof befindet sich in einer Seitenstrasse, die vom - immer empfehlenswerten - Historischen Museum der Pfalz abgeht, gegenüber des - immer empfehlenswerten - Doms, der hoffentlich demnächst mal nicht mehr eingerüstet ist... Auf dem Gelände befinden sich die Mauerreste der ehemaligen Männer- und der Frauensynagoge, auf grossen Plakaten hängen faszinierende Bilder der rekonstruierten Gebäude und auf dem Platz hinter den früheren Synagogen ist der Eingang zu der sehenswerten Mikwe.
Ins Dunkle und Kühle führt eine lange Treppe, dann steht man im Vorraum. Hier geht es rechts zum Wasserbecken runter, links ist eine kleine justifyfiller





Nische, die zum Umkleiden genutzt wurde. Dieser Raum ist grossartig. Romanische Kapitelle in allen Ecken,durch ein Fenster sieht man auf das Becken unter einem, grü- nes Moos wächst auf dunklen Steinen, der Ausblick hat etwas galeriehaftes, am Ende des Ganges nach oben blinzelt noch das Tageslicht, die Treppe führt hinab fast
bis zum Wasserspiegel. Wieder oben ist man erst mal von der Sonne geblendet. Im Eingangshaus befindet sich eine kleine archäologische Dokumentation über den Judenhof, und wenn man Glück hat, hat die Dame an der Information etwas Zeit und gibt einem eine Miniführung auf dem Gelände.

Fazit: Faszinierende Sache. Wenn man aus vielen guten Gründen in Speyer ist, sollte man sich den Judenhof auf alle Fälle ansehen!

Geschichte: Bereits im 11. Jhrd entsteht in Speyer eine der ersten jüdi- schen Gemeinden im Heiligen Römischen Reich. Auf Veranlassung des Speyerer Bischofs Rüdiger Huzmann siedeln sich hier vor allem Juden aus Mainz an. Ab 1096 entsteht in der Nähe des Doms im Bereich der heutigen Judengasse das jüdische Wohnviertel. Zehn Jahre darauf werden die justifyfiller





Synagoge und die Mikwe erbaut, Teile des Bauschmucks werden vermutlich in der benachbarten Dombauhütte gefertigt. Trotzdem der Speyrer Bischof die Juden schützt, kommt es im 1. und 2. Kreuzzug zu Verfolgung und Toten. Bis in die Mitte des 13. Jhrds. gehört die jüdische Gemeinde in Speyer zu den bedeutendsten justifyfiller
Judengemeinden in Mitteleuropa. Im 13. und 14. Jhrd. kommt es jedoch wiederholt zu Verfolgung und Pogromen, besonders in der Pestzeit um 1349. Die Überlebenden fliehen, können kurz darauf zurückkommen und werden wieder vertrieben. Im 15. Jhrd. erfolgen mehrfache Ausweisungen und so leben am Anfang des 16. Jhrds. keine Juden mehr in Speyer, Synagoge und Mikwe werden nicht mehr genutzt, verfallen, werden teil- weise abgerissen und während des Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 bis auf die Mikwe zerstört. 1837 wird eine neue Synagoge gebaut, die 1938 in der Reichspogromnacht zerstört wird. 1996 wird in Speyer von Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion eine neue jüdische Gemeinde gegründet.

Link: http://www.speyer.de/de/tourist/sehenswert/judenhof

Ausflüge in die Nähe: Dom zu Speyer (0,2km), Hambacher Schloss (25km), Wachtenburg (27km), Klosterkirche Seebach (31km), Burg Neidenfels (34km), Burg Erfenstein (37km), Hardenburg (37km), Kloster Limburg (37km), Burg Spangenberg (37km), Burg Nonnenfels (37km), Madenburg (39km), Burg Trifels (39km), Hinterburg (40km), Neckarsteinach Mittelburg (40km), Burg Schadeck (40km), Festung Dilsberg (41km), St. Martin (41km), Burg Frankenstein/Pfalz (44km), Burg Handschuhsheim (44km), Burg Landeck (44km), Michaelskloster (44km), Stephanskloster (44km), Schloss Heidelberg (45km), Burg Diemerstein (46km), Dom zu Worms (47km), Wehrkirche St. Martin (48km), Wasserschloss Menzingen (48km), Strahlenburg (48km), Burg Windeck (48km), Burg Neuleiningen (50km), St. Petrus (50km)