Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: vielleicht im Ort
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Kloster Ilbenstadt liegt in Ilbenstadt, ca 29 km von Frankfurt entfernt
Anfahrt: Parken davor
Im Ort ist das Kloster nicht ausgeschildert, doch man kann es
nicht ver- fehlen, die Kirchtürme sieht man von überall her. Man parkt in einer der stillen Strassen
um das Kloster; unwahrscheinlich, dass einem dabei Menschen begegnen. Wenn man
durch das untere Tor kommt, liegen die alten Gebäude des Klosterensembles,
über denen die Kirchtürme aufragen, geschlossen vor einem.
Leider ist
ausser der Kirche kein Teil des Klosters zugänglich, aber die ist sehenswert. Am Portal
befinden sich noch einige romanische Kapitelle, die gelb in der Sonne leuchten.
Der Innenraum der Kirche ist schlicht rot-weiss,
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in Kontrast
dazu befinden sich über den Bögen der
Seitenschiffe riesige barock-goldene Figuren. Die Sonne wirft wunderbare
Reflexe in das Querhaus, es riecht intensiv nach
Weihrauch.
In einem Seitenschiff befinden sich liebevoll dekorierte
Schädel einiger der 11.000 Jungfrauen der Heiligen Ur-
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sula in einem
Reliquiensetzkästchen hinter Glas. Neben der Kirche befindet sich ein
zauberhafter kleiner Garten, dahinter einige eindrucksvolle alte Klostergebäude, aus deren Garten man aber schnell verscheucht wird. Auf
der anderen Seite des weitgehend romanischen Kirchenbaus stehen barocke
Gebäude, auch das obere Tor ist aus dem Barock.
Fazit: Eigentlich gut, wenn auch leider etwas verlassen. Die schöne Lage in den
sanften Hügeln der Wetterau ist mit ein Grund,
beim Vorbeifahren hier mal anzuhalten.
Geschichte: Das Gebiet von Ilbenstadt gehört im 12. Jhrd. den
west- fälischen Grafen von Cappenberg. Der (später: Heilige)
Graf Gottfried von Cappenberg begleitet 1120 in den Investiturkriegen
Herzog Lothar auf einem Kriegszug gegen Münster, dabei begegnet er dem
Heiligen Norbert
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von Xanten, dem Begründer des Prämonstatenser-Or- dens.
Vielleicht aus Reue über die Zerstörung des Mün- sterer Doms,
sicher aber auch aus Furcht vor dem kai- serlichen Bann wegen
des Landfriedensbruchs, übergibt er den Grossteil seiner Besitzungen dem
Heiligen Norbert und tritt selber in den Orden
ein. 1122 beginnt er mit
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dem Bau der Basilika und des Klosters in
Ilbenstadt, wo er bereits 1127 stirbt und beigesetzt wird. Das Kloster
gilt als die älteste geistliche Nie- derlassung in der Wetterau und kann –
mit Unterstützung des Bistums Mainz – immer seine Unabhängigkeit
gegenüber Burg Friedberg wahren und ist nach der Reformation
"katholische Insel" in der Wetterau. Im 30jährigen Krieg schwer beschädigt, wird das Kloster
im 18. Jhrd. zur Abtei und barock wieder aufgebaut. 1803 kommt sie an die Grafen von Alt- leiningen-Westerburg, die Prälatur wird nun Schloss. 1921 kauft der
Staat Hessen Kloster Ilbenstadt und wandelt es in eine Staatsdomäne. 1958 er- wirbt die Diözese Mainz die Anlage, die Basilika ist Pfarrkirche von Ilbenstadt.
Link: http://www.bistummainz.de/[...]/ilbenstadt/index.html
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