Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Propstei liegt in Hirzenach am linken Rheinufer, ca. 30 km von Koblenz entfernt
Anfahrt: Parken direkt davor
Von der Strasse am Rhein aus gelangt man zunächst an den zauberhaften
barocken Klostergarten der Propstei (einer von nur zwei barocken Gärten
links des Rheins, die in ihrer Struktur weitgehend erhalten sind), die
Pforte hier ist aber verschlossen, der Zugang erfolgt von oben über die schöne Terrasse des
Probsteigebäudes.
Die Kirche liegt noch weiter oberhalb von einem kleinen
Friedhof umgeben. Am Haupteingang befindet sich eine wunderschön
restaurierte bunte Tor- halle mit eleganten Säulchen. Die Tür ist aber geschlossen und es fehlt der Hinweis, dass der kleine Seiteneingang am Querhaus auf der Friedhofseite
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geöffnet ist ( ich habe dafür die nette Frau aus dem Probsteigebäude rausgeklingelt...).
Die Kirche ist weiss verputzt, helle Holzdecke, massive Säulen. Im Westturm eine kleine Empore
über einer Ka- pelle, leider ist sie nicht zugänglich. Der Chor ist mit
bunten frühgotischen Säulen geschmückt; ebenso wie
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die Deckenmalereien
sind sie ein schöner Kontrast zum schmucklosen zurückhaltenden Kirchenschiff.
Ein echtes
Kleinod ist der Propsteigarten. In der Mitte ein Springbrunnen, Blumen,
Kräuter, Buchsbaumhecken, direkt hinter der Mauer sieht man die Schiffe
den Rhein entlang fahren.
Fazit: Diese kleinen Mittelrheinorte ohne Burg wirken ja immer ein
bisschen wie Zonenrandgebiet. Niemand auf der Strasse, keine
Gastronomie, nur die Bahn als belebende Geräuschkulisse. Schade, dass
man da meistens achtlos vorbeifährt; die Propstei mit der schönen Kirche
und dem tollen Garten und ihrer Lage direkt am Fluss ist definitiv einen
Ausflug wert!
Geschichte: 1099 übergibt Graf Erlof von Sternberg den Ort Hirzenach an
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Kaiser Heinrich IV., der ihn dem Erzbischof von Köln schenkt, der Abt
Kuno aus dem Kloster Siegburg be- auftragt, hier eine
Benediktiner-Propstei zu errichten, die 1110 fertiggestellt ist.
Zahlreiche Schenkungen machen sie rasch wohlhabend. 1149 wird Erlof von
Sternberg als Untervogt in Hirzen-
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ach ernannt, die Obervogtei bleibt
königlich. Zwar wird Erlof untersagt, die Vogtei zu verkaufen, doch
wechseln bereits ab dem Beginn des 13. Jhrd die Besitzer; 1320 geht die
Vogtei an den Trierer Erzbischof, in dessen Be- sitz sie bis zum Ende des 18. Jhrd verbleibt.
Obwohl sich die wirtschaftliche Lage der Propstei verschlechtert, wird
Ende des 17. Jhrd das barocke Probsteigebäude errichtet. 1796 wird
Hirzenach von den Franzosen be- setzt, das Probsteigebäude wird Sitz des
Kommandanten, der Abt 1799 vertrieben und Kreuzgang sowie weitere
Klostergebäude niedergelegt.
Bei der Säkularisation wird der
kirchliche Besitz französische Staatsdomäne, ein Teil des
Grundbesitzes kann an die Pfarrei Hirzenach übereignet werden.
Link: http://www.sktbartholomaeus.com/index.php
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