Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keine
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Gotthardruine liegt oberhalb Amorbachs, ca. 48 km von Aschaf- fenburg entfernt
Anfahrt: Parken auf halber Höhe am Hotel Frankenhof oder in Seiten- strasse, 11 min./900 m bergauf
Auch wenn der Aufstieg bei 30 Grad zugegeben etwas anstrengt, ist der
Pfad über den "Fränkischen Marienweg" wunderschön. Steil und steinig
windet er sich wie in einem ausgewaschenen Flussbett durch den Wald. Es
gibt auch einen komfortableren Weg, aber der ist nicht so gut.
Von dem
Kloster stehen nur noch die Aussenmauern der Kirche (ein ne- benan
befindlicher Gewölberest soll zur alten Burg Frankenberg gehört haben.
Hier will das Archälogische Spessartprojekt nächstes Jahr Gra- bungen
durchführen. Spannend!). Im Inneren knirschen die Schritte auf
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dem Kies,
der aufgewirbelte Staub tanzt im Licht, sonst ist es still. Die
romanischen Säulen sind wuchtig, das Muster fast modern. In
der Sonne leuchtet der ganze Innenraum rot, durch die Fenster blauer
Himmel und grüne Bäume; ein toller Effekt! In dem leeren Chor steht ein
grosses Kreuz, sicherheitshalber eingegittert. Auf
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einen Turm kann man
steigen, unterwegs bieten sich gute Blicke in den dunklen leeren
Kirchenraum, von oben ein grandioser Blick über Amor- bach und die letzten
Zuckungen des Odenwaldes. Hinter der Ruine gibt es eine wunderbar
romantische Waldlichtung auf der man sich vom steilen Aufsteig ausruhen
kann.
Fazit: Schöner Weg, tolle Ruine, egal wie anstrengend ein Tag in
Amor- bach und Umgebung ist, die Gotthardsruine darf man sich nicht
entgehen lassen!
Geschichte: Legenden über frühe Nutzung des ehemals Frankenberg
genannten Areals gibt es einige: So soll sich hier eine römische
Signalstation im Umkreis des Limes befunden haben; ab 496 der Sitz
fränkischer Gau- grafen; 714 habe der Heilige Sankt Pirmin von hier aus das
Christentum
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verkündet. Die erste zuverlässige Erwähnung erfolgt 1138:
möglicherweise als Burgkapelle wird zu Ehren des Heiligen
Godehard zu Hildesheim eine Gotthardskapelle geweiht. 1168 beschliesst
Kaiser Barbarossa, das "Ca- strum
Frankenberg", das vermutlich von Raubrittern als Vögte der Abtei
Amorbach bewohnt wird, zu schleifen.
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Am Ort der zerstörten Burg wird ein
Benediktinerinnenkloster errichtet. 1244 vertreibt der Vogt der Abtei
Amorbach die Nonnen, zerstört Teile des Klosters
und beginnt eine Burg zu bauen, der Papst zwingt ihn jedoch 1 Jahr später,
die Nonnen zurückzuholen und das Kloster wieder
aufzubauen. 1439 wird das Kloster, das seine Bedeutung bereits verloren hat, wieder aufgelöst und sein Besitz der Abtei
Amorbach übergeben. 1628 wird auf Beschluss des Amorbacher Abtes
die Ruine der im Bauernkrieg zerstörten Kirche wieder aufgebaut.
Bereits 1714 brennt sie durch Blitzschlag aus und bleibt Ruine.
Die Gemarkungsgrenze zwischen Amorbach und Weilbach
verläuft genau durch die Ruine; beide Orte teilen sich die
Restaurierung.
Link: http://www.amorbach.de/index.php?c=hcpg&p=281
Ausflüge in die Nähe: Kapelle Amorsbrunn (2km),
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Burg Wildenstein (28km),
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