Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Das Gebück verläuft 40 km durch den Rheingau, der von mir be- suchte Teil liegt bei Hausen v.d. Höhe, ca 20 km von Wiesbaden entfernt
Anfahrt: Parken auf dem Wanderparkplatz Förster-Bitter-Eiche
Der Gebückwanderweg führt oberhalb des Rheingaus durch den Wald und ist
bestimmt in seiner ganzen Länge interessant, die meisten der
grossar- tigen Gebückbäume stehen in der Umgebung der Mapper Schanze.
Man
kann eine Wanderkarte beim Naturpark Rhein-Taunus bestellen - aber
besser nicht über das Internet; ich warte heute (November) noch auf
meine Bestellung vom Mai... deshalb habe ich meinen Besuch auch auf das im Internet
relativ gut dokumentierte Gebiet bei Hausen beschränkt.
Aber schon alleine das
ist toll! Vom Wanderparkplatz aus läuft man zu- nächst auf der Fahrstrasse zum Mapper Hof. Nach einer Weile führt rechts
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ein ausgeschilderter Weg in den Wald zu mehreren
alten Gebückbäumen. Im unteren Teil, an dem sie noch "ge- bückt" wurden, sind sie dick, moosbedeckt und
knollig, der obere ist nach Aufgabe des Gebücks in mehreren Stämmen grade in die Höhe
gewachsen.
Wie geheimnisvolle Gestalten haben sie sich hier im lich-
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ten Wald versammelt.
Zurück auf der Strasse findet man wenig später links einen Solitär; der
tollste von allen: 6-7 Stämme wachsen aus seinem Knol- lennest, das die
verschlungensten Formen gebildet hat.
An zahlreichen Ameisenhaufen
vorbei liegt oberhalb des Mapper Hofs (leider nicht zugänglich) eine
kleine Kapelle und kurz dahinter das Bollwerk Mapper Schanze. Ein
stimmungsvoll verfallenes Tor mitten im Wald, hier wurde ein Stück
des Gebücks rekonstruiert, an kleinen Hainbuchen sieht man schön, wie
die Verflechtungen einst entstanden ist.
Fazit: Diese Bäume sind grossartig! Die Wanderung zur Mapper Schanze ist
ein traumhafter Ausflug (leider ohne Einkehrmöglichkeit) und falls ich eines Tages die Karte für die
gesamte Strecke bekommen sollte, werde ich das Gebück nächstes Jahr
bestimmt weiter erkunden!
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Geschichte: Seit dem 12. Jhrd gehört der Rheingau als nördliche Grenze zum Erzbistum Mainz. Zum Schutz die- ser Grenze,
innerhalb derer die Rheingauer viele Privi- legien geniessen, wird im 13.
Jhrd das Rheingauer Ge- bück als eine 40 km lange Landwehr errichtet. Dieser
50 Meter breite Gürtel aus miteinander verflochtenen Bäu-
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men hat an
Durchgängen wichtiger Strassen Bollwerke und befestigte Türme, die bis ins 16. Jhrd ausgebaut und verstärkt
werden, auch einige Burgen sind in die Landwehr eingebunden. 1461
versucht Graf Dieter von Isenburg in der Auseinandersetzung um die
Mainzer Kurfürstenwürde mit Graf Adolph II. von Nassau den Rheingau zu
erobern. Doch das Gebück hält zweimaliger Belagerung stand. Erst 1771 verliert
es seine Bedeutung und wird aufgegeben, die meisten Bäume werden gefällt. Manche Bollwerke werden bis ins 20. Jhrd
als Forsthäuser genutzt, dann meist abgebrochen. Seit
2000 entsteht der Gebückwanderweg, an der teilweise
restaurierten Mapper Schanze wird aus jungen Hainbuchen das Gebück
rekonstruiert.
Link:
http://www.naturpark-rhein-taunus.de/[...]rheingauer-gebueck.php
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