Eintritt: keiner
Führung: manchmal Sonderführungen
Hotel: keines
Café/Restaurant: unten, Kiosk auf halbem Weg, oben
Info: keine
Souvenirs: am Kiosk
Lage: Das Felsenmeer liegt bei Lautertal im Odenwald, ca. 30 km von Darmstadt entfernt
Anfahrt: Parkplatz vor dem Aufsteig zum Felsenmeer, 5 Minuten Fussweg
Das Felsenmeer ist eine gigantische Steinzunge, die sich durch den
Oden- wald bergab windet. Die Steine sind meist mannsgroß, wild
aufeinander ge- stapelt, und laden zum drauf klettern ein.
Die Römer haben
das Felsenmeer als Steinbruch genutzt; praktischer- weise haben sie die
Steine gleich an Ort und Stelle bearbeitet. Vieles davon ist als
Ausschuss liegengeblieben und heute noch zu sehen. Säulen, Py- ramiden,
Würfel liegen eindeutig erkennbar im Wald.
Aber manches ist nicht so
eindeutig. Während man von Stein zu Stein ba- lanciert, springt und
klettert bekommen manche der Felsbrocken eigene
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Formen. Einer sieht aus wie
ein leerer Mithras-Schrein, ein anderer wie ein Taufbecken und eine
dritte Formation erinnert an heidnische Steinkreise. Alle waren sie
hier, Kelten, Römer, Christen. Aber die Felsen sind nur Felsen, zufällig
verwittert. Oder?
Das komplette Felsenmeer bis obenhin zu erklettern
dau-
ert ca. eine Stunde. Zwischendurch kann man am Kiosk bei der
Riesensäule Rast machen. Oben auf dem Berg gibt es ein sehr nettes afrikanisches
Lokal mit Gartenterrasse. Direkt neben der Steinzunge führt ein sehr
schöner Fussweg durch den Wald, der von einzelnen Felsengruppen
begleitet wird, man kommt also auch ohne Steineklettern wieder nach
unten. Am Fuss des Felsenmeers gibt es noch die – natürlich einzig wahre
– Siegfriedsquelle; dort wo er ermordert wurde.
Fazit: Einer der – zahlreichen – schönsten Orte im Odenwald. Ob man
herkommt, um einfach auf den Steinen zu klettern, einen Waldspaziergang zu
machen oder sich von der besonderen Stimmung des Felsenmeeres verzaubern
zu lassen: es wird ein wunderschöner Ausflug werden! Absolut
empfehlenswert.
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Geschichte: Vor 340 Millionen Jahren kollidieren 2 Kon- tinente (der Odenwald befindet sich damals am Äquator), Gestein schmilzt und wird nach
oben gedrückt. Beim Erkalten entsteht Quarzdiorit, der durch
jahrmil- lionenlange Verwitterung an die Oberfläche kommt.
Vor über 10 000
Jahren, während der letzten Eiszeit ist
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der Odenwald in einer
Permafrostzone. Im Sommer taut der Boden an der Oberfläche auf, der
Gesteinsgrus wird ausgewaschen und fortgetragen.
Einzelne Blöcke lösen
sich, zerfallen in kleine Stücke, werden durch Ver- witterung
rundgeschliffen und rollen teilweise ins Tal.
Die Römer bauen den Stein in grossem Umfang ab. Am Trierer Dom gibt es eine gigantische Steinsäule aus dem Felsenmeer,
die den gesamten Weg dort- hin - wohl über Rhein und Mosel - gebracht worden ist.
Link: http://www.informationszentrum-felsenmeer.de/index.htm
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