Eintritt: keiner
Führung: nach Vereinbarung kann die Felsenwohnung besich- tigt werden
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: Broschüre ab 2,50 € in der Diakonie
Souvenirs: keine
Lage: Die Eremitage liegt bei Bretzenheim, ca. 35 km von Mainz entfernt
Anfahrt: Parkplätze an der Diakonie, von dort 3 Minuten Fussweg
Die Eremitage ist ein ehemaliges Felsenkloster. Das klingt monumentaler
als es ist, denn allzu viel ist von der Anlage nicht mehr übrig.
Wenn
man zum ersten Mal davorsteht, wirkt das fast surreal, wie von einem
anderen Planeten, zumindest aber von einer anderen Kultur. Zwei Ritter
stehen hier; einer schaut grimmig, der andere ist nur noch als
verschwommener Umriss im Fels zu erkennen.
Wenn man das Auge direkt an
das Belüftungsgitter in der Tür zur Felsenwohnung hält, sieht man etwas
von den düsteren Zimmern, es riecht nach Keller und eiskalte Luft
streift übers Gesicht.
Dann steht man wieder vor der Felswand, weiss
nicht ob man gehen soll oder noch bleiben, setzt sich dann auf die
Treppe. Ruhig ist es, und einsam, obwohl 200 Meter weit die Häuser der
Diakonie stehen. Ob hier viele Menschen glücklich waren?
Fazit: Die Eremitage ist bizzar. Eigentlich kann man nichts machen dort, der Anblick
justifyfiller

ist aus jeder Perspektive tendenziell ähnlich und man fühlt
sich ein bisschen wie ein Eindringling. Trotzdem ist sie sehr
beein- druckend und für einen Abstecher sehr lohnend.
Geschichte: Vermutlich ist die Eremitage eine keltische Kult- stätte bevor
sie ein römisches Mithras-Heiligtum wird. Zwischen dem 6. und dem 8.
Jahrhundert wird sie wohl erstmalig als
justifyfiller
christliche Anlage genutzt. Die
Existenz einer Kirche kann erst 1043 durch einen geweihten Altar nachgewiesen werden.
Ein späterer Kirchenbau wird 1567 durch einen
Erdrutsch vernichtet. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts siedeln Eremiten
in der Anlage, sie errichten eine neue Kirche, bauen die
Felsenwohnung und machten die Eremitage zu einem blühenden
Wallfahrtsort.
1819 wird die Kirche wegen drohendem Einsturz
abgerissen; der letzte Eremit stirbt 1827 nach 51 „Dienstjahren“, die
Anlage wird versteigert und von einer Privatperson erworben.
Link: http://www.bretzenheim.de/Eremitage/eremitage.html
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