Eintritt: keiner, Gruft 10 Cent
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: zahlreich in Dom und Shop, ab 2,50 €
Souvenirs: grosse Auswahl an Kathkitsch im Dom-Shop
Lage: Der Dom liegt im Zentrum von Worms
Anfahrt: Parken davor
Der Dom zu Worms ist der kleinste der drei Kaiserdome am
Rhein. Im Chor steht ein riesiger Barockaltar von Balthasar Neumann, der
den ganzen Raum ausfüllt. Schwierig, daran vorbeizuschauen. Vielleicht
deshalb kon- zentriert man sich auf Details im Seitenschiff, wie der
Kreuzigung aus dem 15. Jhrd., in der die Schächer die
unfassbar kleinsten Unterhöschen tragen, die man sich vorstellen kann.
In der Nikolauskapelle sind tolle moderne Fenster in einem
unwahrscheinlich wilden, intensiven Rot, die den ganzen Raum erleuchten,
auch den schö- nen gotischen Taufstein. In der winzigen, niedrigen
Gruft stehen dicht an dicht Sarkophage der Salierkönige mit
Familie. Ein bisschen unheimlich hier,
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und man ist stark versucht, einen der dicken Deckel an- zuheben, um zu sehen, was da drin ist. Ist
natürlich viel zu schwer. Und viel zu verboten. Wunderschön hin- gegen ist
der Westchor mit den Rosettenfenstern, hier schaue ich viel lieber hin
als in die andere Richtung.
Von Außen ist der Dom phantastisch, er hat die schön-
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sten und meisten Bauplastiken aller 3 Dome. Vor dem Ausgang des Doms sitzt ein Obdachloser an einem
Sarkophag gelehnt. Der Boden seines Papp- bechers ist spärlich bedeckt mit
1 Cent Münzen; spendiert von erfüllten Domtouristen.
Fazit: Da, wo Worms im Krieg zerstört wurde, ist es unfassbar hässlich,
es gibt aber neben dem Dom zum Glück noch viel Sehenswertes: Jüdischer
Friedhof, Synagoge, Mikwe, Museum, Bergkirche, Kloster etc. Auf jeden
Fall sollte man zum Fluss gehen und Hagen guten Tag sagen, der dort sein
Gold in den Rhein wirft.
Keine Nibelungendoku kommt ohne dieses Monument
aus, verschwiegen wird dabei aber, dass man sein Gesicht nur vom Fluss
aus wirklich sehen kann.
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Geschichte: Die Römer errichten auf dem Domhügel einen Tempelbezirk. Sie
siedeln die Burgunden hier an, die jedoch 436 von den Hunnen weitegehend
vernichtet werden. Um 600 lässt die merowingische Königswitwe
Brunichildis, in deren Zeit auch die erste Nennung eines Bischofs von
Worms fällt, auf den römischen Funda-
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menten einen Kirchenbau errichten.
Ab reisst Bischof Burchhard I.
von Worms den Nachfolgebau ab und erbaut den ersten Dom. Ab 1125
baut Burchhard II. von Worms den heutigen Dom in
Anlehnung an die Kaiser- dome in Speyer und Mainz. Nach dem Reichstag vom Worms 1521 werden viele
Kirchengemeinden protestantisch. Im Pfälzischen Erbfolge- krieg versuchen die Franzosen vergeblich den
Dom zu sprengen, er brennt jedoch völlig aus. Bischof Franz Ludwig von
Pfalz-Neuburg lässt ihn zwar wieder aufbauen, doch während der
Französischen Revolution dient er als Pferdestall, der Kreuzgang wird
abgerissen. 1886 erfolgt die erste Re- novierung,
weitere folgen. 1925 wird der Dom päpstliche "Basilica minor".
Link: http://www.wormser-dom.de.../index.htm
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