Eintritt: keiner, Krypta 3 €
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: zahlreich in Dom und Shop, ab 2,50 €
Souvenirs: grosse Auswahl an Kathkitsch im Dom-Shop
Lage: Der Dom liegt im Zentrum von Speyer
Anfahrt: Parken im Ort
Von Aussen riesig (so riesig, dass es kaum Stellen gibt, von denen man
den ganzen Dom am Stück fotografieren kann) mit prächtiger
Sandsteinfas- sade, von Innen fast noch grösser; wie im Mainzer Bilder des
19. Jhrds un- ter den Fenstern.
Eine wunderbare Doppelkapelle (unten mit
tollen Kapitellen, oben mit Heiligenknochen in funkelnden
Reliquienkästen), eine fast so wunderbare Andachtskapelle. Damit ist alles
zum Dom gesagt.
Jetzt zur Krypta:
Die Krypta in Speyer ist die unfassbar
schönste Krypta, die man sich vorstellen kann. Und auch die grösste
Krypta, die ich kenne. In Nischen
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stehen einige Altäre, die Bögen
oberhalb der Säulen sind mit rotem und gelben Sandstein geschmückt.
Auch hier gibt es eine Kapelle, auf dem Altar eine romanische Holz- kreuzigung, geheimnisvoll blau schimmernde Fenster, ein Taufbecken im Gang.
Dieser Raum ist so ergreifend, dass man sich fragt, wa-
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rum man den ganzen Tamtam am Dom
obendrüber eigentlich braucht...
Zusätzlich gibt es noch die "moderne" Kaisergruft,
inin der man, treppauf, treppab an den Gräbern vorbeiflaniert. Ich bin
jedesmal weitaus länger hier "unten" als oben im offiziellen Dom und
immer ganz verzückt, wenn ich endlich wieder ans Tageslicht komme (und finde
vielleicht auch deshalb alle Ausstellungen im nebenan gelegenen Historischen Museum der
Pfalz so besonders gelungen...).
Um nicht ganz ungerecht zu sein: die
Doppelkapelle ist wirklich wunderbar, woanders wäre sie eine Sensation.
Und auch ansonsten gibt es natürlich noch viele gute Sachen im und am
Dom zu entdecken; an der Südfassade des Querschiffes sind hoch oben
kämpfende Ungeheuer zu finden, hinter dem Dom steht einer der beiden
einzigen erhaltenen Türme der ehemaligen Stadtbefestigung. Und Speyer
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hat noch viel zu bieten:
den Altstadtkern, den Judenhof, die Museen, das "SeaLife" und die Dreifaltigkeitskirche in dunklem Holz und dunklen Bilder und dem Geruch einer alten Bibliothek.
Fazit: Keine Frage, ein toller Dom. Und für diese Krypta
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kommt man von
überall her. Ich zumindest. Absolut empfehlenswert!
Geschichte: Kaiser Konrad II. beschliesst 1024 in Speyer die grösste
Kirche des Abendlandes zu bauen. Unter seinem Enkel, Heinrich IV. wird
der Dom 1061 eingeweiht, er lässt ihn jedoch um 1080 zur Hälfte wieder
ein- reissen, um ihn noch grösser wieder aufzubauen.
In der
Auseinandersetzung mit dem Papst soll diese gewaltige Kirche im 500
Seelendorf Speyer kaiserliche Macht demonstrieren. In Heinrichs
Todesjahr 1106 ist der Bau vollendet. 1146 ruft Bernhard von Clairvaux
hier zum Kreuzzug ins Heilige Land auf.
1689 wird der Dom im pfälzischen
Erbfolgekrieg von den Franzosen ge- plündert und angezündet, grosse Teile
des Doms, der Kreuzgang und um- stehende Gebäude sind Ruinen. Knapp 100
Jahre später wird der Westteil
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des Doms unter dem Sohn Balthasar
Neumanns, der auch am Umbau des Mainzer Doms beteiligt ist, barock
wieder aufgebaut.
1794 verwüsten französische Revolutionstruppen den Dom
erneut, er dient nun als Stall und Materiallager. Als 1806 beschlossen wird, den Dom abzureissen, verhin-
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dert der Mainzer Bischof Joseph Ludwig
Colmar dies ebenso wie beim Mainzer Dom.
Der Dom wird saniert und im der
Mitte des 19. Jhrds in Teilen neoroma- nisch wiedererbaut. Zu Beginn des
20. Jhrds birgt man bei einer Grabung die unberührten Kaisergräber im
Mittelschiff des Doms, sie kommen nun in die eigens dafür errichtete
Kaisergruft in der Krypta. Seit dem 2. Weltkrieg wird versucht, die
ursprüngliche romanische Gestalt wiederherzustellen.
Link: http://www.dom-speyer.de/
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