Eintritt: keiner, Dommuseum und -schatz zs. 5 €
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: zahlreich in Dom und Shop, ab 2,50 €
Souvenirs: grosse Auswahl an Kathkitsch im Dom-Shop
Lage: Der Dom liegt im Zentrum von Mainz
Anfahrt: Parken im Ort
Von den drei grossen Rheindomen ist der Mainzer Dom der finsterste und
düsterste. Wenn man dort drin steht ist alles grau und dunkel, die
Säulen sind so dick, dass man sich winzig vorkommt, die Seitenschiffe
sind veri- table Stadt-, die Seitenkapellen Dorfkirchen. Ost und Westchor
sind endlos hoch, erstaunlicherweise aber nicht hell. In den
Seitenkapellen sind moder- ne Fenster und riesige barocke Altäre.
In krassem Gegensatz zu der Grösse und brutalen Wucht des Doms steht die
Gotthardkapelle. Eine kleine Doppelkapelle in warmen Farben mit
wunderschönem romanischem Kreuz; mein Lieblingsort im Dom.
Wiederum eine
andere Welt ist der Kreuzgang, der mit blühenden Bäumen
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nahezu liebreizend wirkt. Uralte Grabplatten liegen hier auf dem Boden,
die Gesichter weggetreten von tausen- den Füssen (ich gehe immer im Slalom
drumherum).
Von hier geht es in den Domschatz und in das Dom- museum mit wunderbaren Steinfiguren.
An
Weihnachten steht eine lebensgrosse Krippe am
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Markt vor der schönen Gotthardskapelle und der Dom wird nie mehr hell.
Fazit: Die Düsternis ist in Mainz immer wieder grossartig, egal wie oft
man reinkommt. Ich wandere mit offenem Mund herum und fühle mich winzig.
Alles andere ist objektiv natürlich toll, aber am besten
ist dieses Gefühl beim Betreten des Doms.
Geschichte: Zum Ende des 10. Jhrds veranlasst der Mainzer Erzbischof und
Reichserzkanzler Williges den Bau des ersten Doms, auf Resten rö- mischer
Bebauung. Vollendet ist er 1009. Am Tag der Weihe, dem 29.8. geht der
Dom, wohl ausgelöst durch die Festbeleuchtung, in Flammen auf und
brennt vollständig nieder. Zunächst als Ruine stehen gelassen, wird er
von Erzbischof Bardo wieder aufgebaut und 1036 in Anwesenheit Kaiser
Konrad II. zum zweiten Mal geweiht. 1081 wird der Dom erneut durch ei-
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nen
Brand schwer beschädigt und von Kaiser Heinrich IV. - wie zuvor auch
der Dom zu Speyer - ab 1100 wie- der aufgebaut, wobei zahreiche Motive
des Speyrer Doms übernommen werden. Nach dem Tod des Kaisers 1106 ruhen
die Bauarbeiten, werden erst um ca. 1130 fortgeführt und dauern
bis 1239, als der Dom von Erz-
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bischof Siegfried III. von Eppstein geweiht
wird. Dieses Datum gilt bis heute als offizielles Domkirchweihfest. 7 Königskrönungen finden im Dom statt.
1184 feiert
Kaiser Barbarossa mit der Schwertleite seiner Söhne das angeblich
grösste Fest des Mittelalters im Dom. 1793 wird der Dom bei der
preussischen Belagerung schwer beschädigt, dient in der Folge u.a. als
Heerlager und kann 1803 durch Bischof Joseph Ludwig Colmar grade noch
vor dem Abriss bewahrt werden. Erneut aufgebaut, wird er ab 1814 wieder als Kirche genutzt. Im 20 Jhrd werden vor
allem Erhaltungsumbauten durchgeführt, im 2. Weltkrieg wird der Dom nur
relativ glimpflich be- schädigt. Ab 2001 erfolgen erneut umfangreiche
Restaurierungsarbeiten.
Link: http://www.dom-mainz.de/
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