Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: Faltblatt in der Touristeninfo
Souvenirs: keine
Lage: Die Wehrkirche liegt in Dörrenbach am Rande des Pfälzer Waldes, ca. 8 km von der französischen Grenze entfernt
Anfahrt: parken im Ort
In einem kleinen Seitental abseits der Weinstrasse liegt der kleine Ort
Dörrenbach: Fachwerkhäuser, rote Dächer, dahinter die dunkelgrünen Berge
des Pfälzer Waldes. Ich parke am zentralen Platz und frage einen
Touristen, wo die Wehrkirche ist. "Keine Ahnung, aber da hinten ist eine
Burg." Genau, die Wehrkirche.
Sie liegt am Hang und ist mit einer hohen
Mauer umgeben, deren Ecken mit dicken runden Türmen bestückt sind;
tatsächlich wie eine Burg. Die Wehrmauer ist teilweise begehbar, von
hier kann man in die Türme hinein- sehen. Wohl als Tribut an die Touristen
sind in einem Turm Folterinstru-
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mente ausgestellt. Ein kleiner Treppenturm
befindet sich aussen an der Fassade; links des Kirchenportals ein roter
Sandstein-Jesus, auf der grosszügigen Rasenfläche ein rotbackiger
Apfelbaum.
Der Innenraum der Kirche ist schlicht und hell, ein erhal- tener
Bilderfries an der Wand, Holz an der Decke. Im
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Untergeschoss des
romanischen Turms befindet sich der Chor mit wun- derschönen gotischen
Malereien; mein Favorit ist ein schwarzer Hahn mit Spruchband. Gegenüber
der Kirche steht das romantische Fachwerk-Rathaus; ein Zettel daran,
dass der Bürgermeister montags von 18.30 bis 19.30 zu sprechen ist. Hier
ist die Welt noch in Ordnung.
Fazit: Diese Wehrkirche ist grossartig. Dörrenbach ist fast unwirklich
idyllisch und offensichtlich touristisch nicht überlaufen. Ein
wunderbarer Abstecher, der sich auf alle Fälle lohnt, diese Kirche ist
etwas ganz be- sonderes, und das Elsass ist nur 5 km entfernt... Empfehlenswert!
Geschichte: Im 11. Jhrd errichtet das Kloster Seltz, zu dessen Besitz Dör- renbach
gehört, an der Stelle der jetzigen Kirche eine einfache Holzkirche.
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Im
13. Jhrd gehört der Ort Dörrenbach zur Herrschaft Guttenburg, die als staufisches Reichsgut an die Grafen von Leiningen zum Lehen gegeben wird.
Um
1300 wird mit dem Bau der Wehrkirche und dem befestigten Kirchhof
begonnen. In der Mainzer Fehde wird die Wehrkirche lange erfolglos
belagert bis sich die
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Dörrenbacher ergeben müssen und die Kirche
zerstört wird. Einige Jahre später beginnt man mit dem Wiederaufbau in
ihrer heutigen Form.
Im Bauernkrieg wird 1525 die Guttenburg zerstört;
das Hochgericht wird nun in den befestigten Kirchhof von Dörrenbach
verlegt. Im 16. Jhrd wird Dörrenbach protestantisch. Ab 1566 ist die
Wehrkirche gemeinschaftlicher Besitz von Pfalz-Zweibrücken und
Pfalz-Veldenz.
Nach dem 30jährigen Krieg wird die Wehrkirche
Simultankirche und bleibt es bis heute. Die in der Reformationszeit
übertünchten Wandmalereien im Chor aus dem 14. Jhrd werden 1953 wieder
entdeckt und restauriert.
Link: http://www.doerrenbach.de/diegemeinde/wehrkirche/index.php
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