Eintritt: 3 €
Führung: im Sommer jeden 2. + 4. Sonntag im Monat
Hotel: Keines
Café/Restaurant: Weinausschank am Eingang
Info: Broschüre ab 3,50 €
Souvenirs: im Shop
Lage: Kloster Disibodenberg liegt bei Odernheim/Glan an der Nahe, ca. 45 km von Kaiserslautern entfernt
Anfahrt: Parkplätze vor dem Klostergelände, ca. 5 Minuten Fussweg zur Ruine
Die Ruinen des Klosters Disibodenberg, in dem Hildegard von Bingen einen
Teil ihres Lebens verbrachte, liegen auf einer kleinen Anhöhe im Wald.
Auf dem Weg dorthin habe ich achtlos im Vorbeigehen eine wilde Rose vom
Strauch gerupft. Ich war irritiert. Sinnlos an Pflanzen rumzurupfen ist
nicht meine Art. Später stehe ich vor dem steinernen Altar und lege dort
ohne Nachzudenken die Rose auf ein Häufchen Unrat. Dann sehe ich noch
mal hin: es ist kein beliebiges Häufchen, sondern ein schönes Blatt,
eine Kastanie, ein herzförmiges Stück Baumrinde, eine Feder, ein
schimmerndes
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Steinchen. Ich war wohl nicht die Einzige. Bei meinem Besuch war es Mitte Oktober, doch die Luft, die
Geräu- sche, das Grün...es war wie im Frühling, als ob die Natur gar nicht
abwarten könnte, fruchtbar zu sein. Ab und zu habe ich mich auf den Kopf
gefasst, ob ich nicht ausver- sehen einen Blumenkranz trage - ok, kleiner Spass.
Wenn man auf den Wegen geht, als ob die Mauern
des Klosters noch stünden, hört man seine Schritte hallen.
Schon gut,
ich hör´auf. Ein schöner Kontrast zu den Ruinen ist die mo- derne
schlichte, halbrunde Hildegardkapelle, die am Rande des Kloster- geländes
erbaut wurde.
Fazit: Hinfahren. Absolut empfehlenswert.
Geschichte: An der Stelle des Klosters Disibodenberg gibt es bereits eine
keltische, später eine römische Kultstätte.
Im 7. Jahrhundert kommt der
Eremit und Wanderprediger Disibod in die Gegend und lässt sich nahe der
Kapelle, die vom Bistum Mainz auf dem Berg errichtet worden war, nieder.
Nach seinem Tod wird er in der mittler- weile erbauten Kirche beigesetzt,
doch diese verfällt Anfang des 10. Jhrds.
Der Mainzer
Erzbischof Williges gründet 1008 auf dem
Disibodenberg ein Stift, 100 Jahre später wird das
Be- nediktinerkloster errichtet, dessen Reste heute zu sehen sind; die
Grafen von Sponheim gründen eine Frauen- klause.
1136 wird dort
die spätere Heilige Hildegard von Bingen
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Leiterin, zieht jedoch 1147 nach
Bingen.
Kriegsfehden des Bistum Mainz verschulden das einst wohlhabende Kloster, statt der Benediktiner gründet Kloster Eberbach
hier eine Zisterzienserabtei, es geht wieder aufwärts.
Doch im
bayrisch-pfälzischen Erbfolgekrieg wird das Kloster geplündert, die
Reformation löst es auf. Der 30jährige und der pfälzische
Erbfolgekrieg machen aus dem Kloster endgültig eine Ruine, es wird zum Steinbruch.
1845 errichtet der Besitzer einen Ruinenpark nach
englischem Vorbild. 1989 besitzt es die
Disibodenberg SCIVIAS-Stiftung.
Link: http://www.disibodenberg.de/
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