Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: in der Stadt
Café/Restaurant: in der Stadt
Info: ab 5 €
Souvenirs: Postkarten und Bücher
Lage: Das Münster liegt in der Innenstadt Bonns
Anfahrt: Parken teilweise gebührenpflichtig z.B. am Bahnhof, 3 Minuten Fussweg
Die Umgebung ist zugegebenermaßen nicht sonderlich stimmungsvoll,
zu- mindest wenn man am Bonner Bahnhof parkt. Und blöderweise gibt es auch
keine Stelle auf dem Platz von der das ganze Münster ins Bild passt und
nicht im Gegenlicht ist. Auch blöd - oder sogar noch blöder - ist, dass
die Krypta sonntags zu hat, es gibt hierfür eine Erklärung; deren Sinn
er- schliesst sich mir leider gar nicht.
Ansonsten aber ist das Münster
sehenswert, bunte Rheinromanik, im Quer- schiff sind grosse Wandgemälde
erhalten, auch der Chor ist bunt ausge- malt. Der Kreuzgang ist toll, es
gibt die schönsten romanischen Kapitelle,
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jedes mit unterschiedlichem, wunderbarem Motiv.
Von hier aus sieht man auch in den ehemaligen Kapitelsaal,
am dämmrigen Ende des Kreuzganges lugt eine Kreuzi- gung aus dem Dunklen, das
hat fast etwas Mystisches.
Es ist ruhig und grün und steingrau und echt
merk- würdig wenn man bedenkt, dass hier wie gesagt in fünf
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Fuss-Minuten Entfernung
der Bahnhof und ganz ex-Hauptstadt-Bonn liegt.
Fazit: Die Gegend nimmt dem Münster etwas von seinem Zauber und ha- be ich
schon die sonntags geschlossene Krypta erwähnt?
Ansonsten eine tolle
romanische Kirche, man sollte nur nicht vielleicht direkt aus
Schwarzrheinbach kommen. Dann fühlt man sich hier etwas verloren.
Geschichte: An der Stelle des heutigen Münsters befindet sich eine
römi- sche Totenkultstätte aus dem 2. Jhrd., die als die älteste nördlich
der Alpen gilt. Im 6. Jhrd errichten die Merowinger hier eine
christliche Begräbnisstät- te, die in den folgenden Jahrhunderten als
Grabstätte der Märtyrer Cassius und Florentius angesehen wird.
Unter den
Karolingern entsteht die Stiftskirche St Cassius & Florentius des
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Stiftes St Cassius. Diese wird 1050 abgerissen und durch eine romanische
Kreuzbasilika ersetzt, von der sich noch Teile im heutigen Bau erhalten
haben.
In der Mitte des 12. Jhrds wird unter Probst Gerhard von Are der
bestehende Bau erweitert, zu dieser Zeit entsteht auch der Kreuzgang.
Nach einem Brand im Jahr 1239
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wird das Langhaus im Stil der Gotik wieder
aufgebaut.
1314 wird Friedrich der Schöne, 1346 Karl IV. im Bonner
Münster zum König gekrönt. 1584 werden im Truchsessischen Krieg die
Reliqiuen der Märtyrer zerstört, das Münster beschädigt; ebenso im
Pfälzischen Erbfolge- krieg 1689, jedoch immer wieder ausgebaut.
Nach der
Säkularisation wird das Stift aufgehoben, das Münster übernimmt das
Patrozinium der Nachbarkirche St Martin, die jedoch bald abgerissen
wird. Nach Bombenschäden im 2. Weltkrieg wird das Münster umfassend
restauriert und 1956 zur Basilica minor ernannt.
Link: http://www.bonner-muenster.de/
Ausflüge in die Nähe: Doppelkirche Schwarzrheindorf (3km),
Burg Drachenfels (11km),
Kloster Heisterbach (15km),
Burg Satzvey (35km),
Stadtburg Andernach (43km),
Geysir Andernach (43km),
Mariendom (43km),
Probstei Buchholz (46km),
Burg Olbrück (46km),
Kloster Maria Laach (47km),
Burg Altwied (50km)

