Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keine
Café/Restaurant: vorhanden
Info: kleines Heft 2,50 €
Souvenirs: ein paar in der Gststätte
Lage: Burg Bickenbach liegt oberhalb von Alsbach-Hähnlein, ca. 18 km von Darmstadt entfernt
Anfahrt: Waldparkplatz auf dem Berg, ca. 5 Minuten Fussweg zur Burg
Diese Burg hat gleich zwei Namen: Ursprünglich Burg Bickenbach - nach ih- ren Erbauern - benannt, hat sich in jüngerer Zeit in der Bevölkerung
der Name Alsbacher Schloss durchgesetzt. Also keine Verwirrung: es handelt sich hier nur um EINE Anlage.
Burg Bickenbach ist die oberste einer ganzen Reihe von Burgen auf dem Odenwaldausläufer
zwischen Darmstadt und Heidelberg. Hier sieht man zum ersten Mal den phantastischen
Blick auf die Odenwaldhügel, die wie eine versteinerte Welle am Strand auslaufen,
über die Ebene bis hin zum Pfälzer Wald. Die
Toranlage ist noch gut erhalten und sehr beeindruckend,
zwischen Unter- und Oberburg
ist ein schöner Garten angelegt, teilweise nach dem Vorbild der Hildegard von Bingen.
Sogar Wein wächst hier, genug für einen eige- nen Jahrgang. Der Turm ist zugänglich mit natürlich grossartigem Ausblick.
Im Café im Hof (keine architekto- nische Offenbarung) sitzt man sehr schön, mit Blick auf
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den Bergfried über einem und die schöne Toranlage.
Fazit: Auch wenn man nicht ewig lang Zeit auf Burg Bickenbach verbrin- gen kann,
ist es trotzdemein gelungener Besuch. Die Anlage ist liebevoll gepflegt, und teilweise gut erhalten.
(und Stichwort Zeit: auf Burg Bickenbach wurde 1999 die erste
deutsche Taschensonnenuhr gefunden (ca. 1500)).
Geschichte: Gottfried I. von Bickenbach erbaute die Burg 1235.
Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts ist die Burg als Ganerbenburg belegt,
in diese Zeit fallen viele Ausbauten.
Es teilen sich die Burg die
Bickenbacher, die Schwenken von Erbach, die Grafen von Rieneck, das
Bistum Mainz und die Ulner von Dieburg.
Letzteren, wilden Raubrittern,
ist es zu verdanken, dass die Stadt Frankfurt 1463 die Burg niederbrennt.
Kurz darauf sterben die Bickenbacher aus, die Schenken von Erbach haben
nun den grössten Besitz an der Burg, die wieder aufgebaut wird. 1504
gelangt sie im pfälzisch-bayrischen Erbfolgekrieg an die Landgrafen von
Hessen,
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die sie weiter verstärken, so dass sie den 30jährigen Krieg
unbeschadet übersteht. Danach jedoch steht sie leer und verfällt
allmählich, bis sie um 1800 von den hessischen Landgrafen,
die hier ihre Jagden abhielten, ge- nutzt wird.
Im 19. Jahrhundert wird sie als romantische
Ruine ein beliebtes Auflugziel von so bedeutenden Persönlichkeiten wie
der russischen Zarenfamilie. Seit dem Jahre 2000 verwaltet der Bürgerverein „Historischer und
kultureller Förderverein Schloss Alsbach e.V.“ die Burg im Auftrag
des Landes Hessen.
Link: http://www.schloss-alsbach.org/
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