Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Burg Baldenau liegt bei Hundheim im Hunsrück, ca 50 km von Trier entfernt
Anfahrt: parken an der Burg
Von der Schnellstrasse aus sieht man schon den Turm der Ruine in der grünen
Senke; später auf der winzigen Strasse hinter Hundheim hat man sie stimmungsvoll
zur Rechten. Das beste an Burg Baldenau entdeckt man aber erst wenn man
davor steht: Sie ist eine Wasserburg.
Zwar war der Graben ursprünglich
mal beeindruckender, aber das, was heute noch zu sehen ist, reicht
völlig aus, um diese kleine Burg ganz gross zu machen. Eine moderne
Holzbrücke bringt einen in den Burghof, hier sind noch die Grundmauern
einiger Gebäude erhalten, Gewölbe und am Ende des Geländes der Bergfried; leider
verschlossen. Die Aussicht auf das
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Wasser unter einem von dort oben wäre bestimmt fan- tastisch. Schmale Fenster lassen kaum einen Blick nach draussen in die Landschaft zu, doch durch ein
ehe- maliges Tor sieht man die
saftigen Wiesen der Umge- bung im Burggraben gespiegelt.
Wenn nicht ab und zu die Flugzeuge zum
nahe gelege-
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nen Flughafen "Frankfurt"-Hahn über einen wegdonnern würden,
wäre es hier gänzlich ruhig und abgeschieden.
Nachdem man auf einem sumpfigen Uferpfad einmal um die
Burg herumgegangen ist und ihr Spiegelbild im Wasser von allen Seiten
be- wundert hat, entdeckt man auf dem Weg neben der Burg eine schön
gemachte Infostation. Auf Eichenstühlen, die im Halbkreis aufgestellt sind,
wird die Landschaftsgestaltung und Landwirtschaft der Gegend über die Jahrhunderte,
besonders aber zur Zeit des Trierers Erzbischof Balduin, erklärt.
Hier beginnt ein Landschaftserlebnispfad durch die umgebende Natur, und
der ist neben der Wasserburg die zweite grossartige Entdeckung hier. Über weichen
Rindenmulch und graugebleichte Eichenbohlen führt ein Weg durch
Sumpfland, an Magerwiesen vorbei, unterwegs werden auf schönen
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Tafeln Pflanzen und Tiere
der Region erklärt. Zwischen- durch gibt es Pausenstationen, am schönsten
ein gewelltes Natursofa aus Holz, bei dessen Anblick man so- fort
bedauert, nicht Kissen, Essen, Bücher und einen Sonnenschirm eingepackt
zu haben.
Hier komme ich wieder, adäquat ausgerüstet und ohne
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das Frauen-WM Eröffnungsspiel am Abend, das zu früher Heimkehr zwingt.
Fazit: Der Hunsrück ist grandios. Definitiv mehr als nur Transitstrecke
zur Mosel oder F-Hahn. Und so kann ich die Burg Baldenau und Umgebung
gleich absolut empfehlenswert nennen.
Da man zwingend seinen Proviant
selber mitnehmen sollte, macht es gar nichts, dass es in Hundheim von
einer düsteren Kneipe abgesehen, keinerlei am Sonntagmittag geöffneten
Lokale gibt.
Geschichte: der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg erbaut die nach
ihm benannte Burg ab 1315 um sein Territorium im Hunsrück gegen die
Herrschaft der Grafen von Sponheim zu schützen.
Die Stadt, die er an der
Burg errichten will, wird jedoch nie erbaut, er nutzt
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Baldenau
gelegentlich als Jagdschloss. Ab dem 15. Jhrd dient die Burg als
Mittelpunkt eines kurtrierischen Amtes für die Orte der Umgebung;
Baldenau wird von Burg- vögten bewohnt.
Im 30jährigen Krieg wird die Burg
durch die Schweden beschädigt, ab 1649 jedoch wieder aufgebaut. Bereits
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1689 wird die Anlage jedoch im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den
Fran- zosen zerstört und bleibt fortan Ruine.
In den 1980er Jahren
beginnen erste Restaurierungsarbeiten. Sowohl im Schinderhannes-Film mit
Curd Jürgens und Maria Schell als auch in den "Heimat"-Filmen dient die
Burg als Kulisse.
Link: http://www.morbach.de/206.0.html
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