Eintritt: die Burg ist nicht für Besucher zugänglich
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: am Minigolf o. auf Steakhausterrasse
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: DIe Burg liegt in Altwied, ca. 26 km von Koblenz entfernt
Anfahrt: Parken direkt unterhalb der Burg im Ort
Im Internet wurde es nicht erwähnt, und so war ich ziemlich schockiert,
als ich vor der Burg stand und feststellen musste, dass sie für Besucher
ge- sperrt ist. Aber weil ich so traurig gucken kann und weil es immer
nette Menschen gibt, hat Herr S. mir den Schlüssel zur Burg geliehen.
Und dann habe ich das Burgtor hinter mir zugeschlossen und war dort ganz
alleine!
Vom Parkplatz aus sieht die Burg beeindruckend aus, aber wie
gross sie ist, merkt man erst, wenn man drin ist. 2 schöne halbe Türme,
mit schwarzem Basalt eingefasst, eines der zahlreichen Tore ist ganz aus
Basalt (wie das Trierer Tor in Andernach), Mauerreste von vielen
Gebäuden.
Hinter einer Baustellengeröllfläche führt ein Gang durch einen
Spalt im Fels.
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Dunkel, eng, feucht, abschüssig. Dann sieht man tief
unter sich ein kleines Licht, ab hier geht es steil runter, da nutzt
auch die Taschenlampe nichts mehr...
Von der Burg aus erkennt man gut, wie eng der Ort um die Burg in das schmale Flusstal
gequetscht ist, und wieviel von der früheren Befestigung
sich noch im Ort
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erhalten hat: hinter der Kirche (schön, evangelisch,
natürlich zu) steht ein Turm im Garten, am Fluss ein weiterer, Tore und
dicke Mauerreste tauchen überall in den Strassen auf. Sehenswert!
Fazit: Natürlich ist es schade, dass die Burg gesperrt ist, für mich war
es aber toll. Es ist schon ein grösseres Abenteuer, sich dort alleine
einge- schlossen zu haben, als eine offene Ruine mit anderen Besuchern zu
teilen. Unbedingt erkundigen, wann die Burg offiziell
zu besichtigen ist, denn sie ist absolut lohnend!
Geschichte: Burg Altwied wird zu Beginn des 12. Jhrd. von Metfried, Graf
im Engersgau erbaut. 1129 nennt er sich "de Widhe" und ist somit der
Be- gründer des Grafengeschlechts von Wied, die nun hier ihre Stammburg
haben. Ende des 13. Jhrd. entsteht die Siedlung unterhalb des
Burgberges,
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die Anfang des 14. Jhrds mit einer Wehrmauer umgeben
wird. Im 15. und 16. Jhrd. entsteht in Altwied Amtssitz und Hochgericht.
Burg Altwied wird nie in eine Ausein- andersetzung verwickelt, nie
belagert oder zerstört.
Die abgelegene Lage verhindert jedoch, dass sich
Altwied zu einem bedeutenden Ort entwickelt. Zu Beginn des 17.
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Jhrds
zeigen sich erste Baufälligkeiten; nach 1653 beginnt Graf Friedrich zu
Wied mit dem Bau der Residenz in Neuwied, 1690 ist Graf Georg Herman
Reinhard, sein Sohn, mit seiner Familie der letzte Bewohner der Burg.
In
der Folge verfällt sie und wird ab 1760 als Steinbruch für Schloss
Monrepos genutzt, 1792 verwenden die Franzosen Steine aus Altwied zur
Befestigung von Ehrenbreitstein.
1880 lässt der Fürst zu Wied Teile der
Burg wiederherstellen, um sie für Jagdaufenthalte nutzen zu können. Ab
1927 kümmert sich der Heimat- verbund Altwied um den Erhalt der Ruine;
1980 wird der Heimatverein Altwied gegründet, der sich nun dieser
Aufgabe widmet.
Link: http://www.neuwied.de/altwied4.html
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