Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Totenkirche liegt in Abterode, ca 9 km von Eschwege entfernt
Anfahrt: parken direkt davor
Am Abend bevor ich nach Germerode gefahren bin, habe ich noch etwas über
das Kloster gegoogelt und bin dabei zufällig auf die Totenkirche in
Abterode gestossen. Zum Glück.
Von Germerode bis hierher sind es knapp 4
km, und die sollte man auf jeden Fall laufen! (Ohne Auto bleibt einem
auch kaum etwas anderes übrig, Busse fahren hier nur ungefähr alle 3
Stunden). Die Gegend ist so schön, man blickt linkerhand auf den Meißner,
und zwischen beiden Orten liegt etwas abseits der Strasse eine Stelle,
die ziemlich eindeutig nach einer alten Kultstätte aussieht. (Das mal
wieder drohende Gewitter hat mich davon abgehalten, den kleinen
Abstecher dorthin zu machen).
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Die Ruine der Totenkirche befindet sich am Ortsausgang von Abterode, auf einem kleinen Hügel (leider teilweise
eingerüstet). Auf dem Rasen um die Kirche herum ste- hen Grabsteine, die
zu den schönsten und merkwür- digsten gehören, die ich auf alten
Friedhöfen gesehen habe. Das Kirchenschiff ist leer und offen, im Zentrum ein
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grosser Baum, an einigen Fenstern hat sich
gotischer Schmuck erhalten. Der Chor ist noch überdacht und das wahre
Schmuckstück dieser Ruine.
Goldenes Dämmerlicht, einzig
ein Gewölbepfeiler ist leuchtend grün ver- moost, eine Grabplatte dient als Altar. Die Steine sind auf seltsame Art verwittert hier,
fast wirken sie wie ein lebendiger Organismus.
Fazit: Man weiss wenig über die Ruine und überregional bekannt ist sie
auch nicht. Schade. Ein wunderschöner Ort in wunderschöner Gegend.
Mit
dem hohen grauen Turm sieht die Kirche auf dem kleinen Hügel ein
bisschen aus wie der Glastonbury Tor. (Und für alle
Ley-Linien-Gläubigen: sie liegt auch auf dem selben Längengrad wie der
Glastonbury Tor. Das wird ja immer gerne als Beweis für irgendwelche
mystischen Verbindungen angeführt; wenn man allerdings bedenkt, dass der
51. Längengrad eine
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Breite von 110 km hat, ist es nicht mehr wirklich
über- raschend, dass sich auf einer 110-km-Schneise rund um den Globus
zahlreiche Kultstätten befinden. Allerdings liegt die Totenkirche und
der Glastonbury Tor ZIEMLICH genau auf dem selben Längengrad).
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Geschichte: Über die Geschichte der Kirchenruine ist nicht viel bekannt.
Der Abt des Klosters Fulda gründet 1076 die Abtei Abetesrode, um die
herum der Ort Abterode entsteht. Im 14. Jhrd wird die Totenkirche auf
einem Hügel ausserhalb des historischen Ortskern erbaut, möglicherweise
dient sie als Wallfahrtskirche.
Im 16. Jhrd wird sie baulich erweitert,
jedoch 1798 als einsturzgefährdet bezeichnet. 1801 findet der letzte
Gottesdienst hier statt; das Kirchenin- ventar wird verkauft. Nun verfallen auch Turm und Dächer, ab 1849
ist sie endgültig Ruine. Heute trägt ein Förderkreis zum Erhalt des Gemäuers bei, es werden noch ab und zu Gottesdienste
in der Ruine abgehalten.
Link: http://www.gemeinde-meissner.de/index.php?[...]
Ausflüge in die Nähe: Kloster Germerode (3km),
Schloss Eschwege (9km),
Creuzburg (38km),
Wehrkirche Ronshausen (46km),
Opfermoor (48km)

