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Der pfälzische Erbfolgekrieg:
Das Königreich Frankreich unter König Ludwig XIV. war seit dem westfäli- schen Frieden 1648 zum mächtigsten Nachbarn der Kurpfalz geworden. Der pfälzische Kurfürst Karl Ludwig suchte daher eine freundschaftliche Beziehung mit Frankreich.
Um seine Sicherheitsinteressen zu wahren, vermählte er seine Tochter Eli- sabeth Charlotte, bekannt als Liselotte von der Pfalz an den Herzog von Orléans, dem Bruder des Sonnenkönigs. Sicherheitshalber liess er Liselotte jedoch bei der Hochzeit auf alle Erbansprüche auf die Pfalz verzichten.
Als ihr Bruder nach kurzer Regierungszeit kinderlos verstarb, erhob König Ludwig XIV. 1685 im Namen seiner Schwägerin die Erbansprüche auf Teile der Pfalz.
Der bald darauf folgende pfälzische Erbfolgekrieg wurde im Rheingebiet, dem Prinzip der "verbrannten Erde" gehorchend, mit einer Brutalität ge- führt, wie sie zwischen christlichen Gegnern bis dahin unbekannt war.
Die systematische Einäscherung von Städten, Dörfern, Burgen und Schlös- sern in einer Region, die sich noch kaum von dem dreissigjährigen Krieg erholt hatte, war die schreckliche
Folge dieser misslungenen pfälzischen Heiratspolitik.
Der Krieg wurde 1697 im Frieden von Rijswijk beendet.
Im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstörte Burgen: Burg Ehrenfels,
Burg Fürstenberg, Heimburg, Burg Sooneck, Schönburg, Burg Stahleck, Burg Stolzenfels
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