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Nach der Führung kann man sich unbegrenzt auf dem Burggelände aufhal- ten, auf ein, zwei Aussichtstürmchen klettern, durch den terrassenförmigen Rosengarten spazieren oder im Burghof sitzen und die Aussicht genießen.
Dabei ist das begehbare Gelände nicht eben groß, und es wirkt halt alles eher wie ein romantisches Schloss als eine wehrhafte Burg.
Der Blick nach oben zu den steil aufragenden Hauptgebäuden ist allerdings beeindruckend. Schade, dass sich direkt neben der Burg ein Steinbruch befindet; in diese Richtung sollte man besser nicht schauen...
Als ich die Burg um 18.00 Uhr verließ, fragte mich der Gärtner, ob ich ihn im Auto mit runter nach Niederheimbach nehmen könnte, da er seinen Zug nach Koblenz erreichen musste. "Ja klar" sagte ich, "und nur für die Statistik, ich habe ein Messer dabei und den braunen Gürtel in Judo." (OK, ich war kurz vor dem Gelben...). Danach kamen wir blendend miteinander aus, obwohl ich fürchte, er fand meine Bemerkung "was für ein Traumjob, jeden Tag auf einer Burg arbeiten zu können" etwas naiv. Was wahrschein- lich richtig ist. Zum Abschied hat er mir die Hand geküsst, und ich bin mit einem netten Gefühl nach Hause gefahren.
Fazit: Wer sich für die Kunst und Geschichte des 19. Jahrhundert interes- siert, wird hier auf seine Kosten kommen. Wer verliebt ist, in die leicht künstliche Atmosphäre rheinromantischen Preussenkitschs ebenfalls. Zweifellos ein schöner Ausflug, der gewinnen würde, wäre die Burgschän- ke geöffnet.
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