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Dank des Burgfestes durfte man auf alle Türme klettern, den Wehrgang auf der Schildmauer betreten, und ungeniert in alle Ecken und Winkel kriechen. Wie auf sonst nur wenigen Rheinburgen bekommt man auf der Schönburg einen Eindruck von der Macht und Wehrhaftigkeit der Vertei- digungsanlagen.
Natürlich hätte ich aus foto-ästhetischen Gründen lieber keine Bierzelte
und unzählige Festbesucher gehabt, aber, nun ja, das war der Preis
für die Möglichkeit überall hinzukommen.
Den Rest des Jahres bleibt einem, wie gesagt, nicht viel zum Entdecken, ein Besuch in Hotel-„Cafe“ entschädigt dafür jedoch mehr als reichlich.
Kleine, stilvoll eingerichtete Zimmer mit Kamin und weichen Sitzgruppen vermitteln eher das Gefühl "bei Ritters im Wohnzimmer" zu sein als in einem Restaurant. Im Sommer sitzt man wunderschön in einer offenen Laube.
Die hübschen Angestellten tragen adrette Dirndl und sind erlesen freund- lich. Der Kaffee kommt in Tasse mit Goldrand und Wappen, der Zucker in einer Silberdose, statt geschmacklosem Standardkeks gibt es einen klei- nen köstlichen Windbeutel auf der Untertasse... Nie wird einem das Gefühl vermittelt, nur ein windzerzauster Ausflügler mit läppischen 2,50 € Umsatz zu sein.
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