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Und auch wenn man weiß, draußen ist helllichter Tag, und es befinden sich Hunderte von Menschen in Rufweite, sobald man um die erste Kurve geht, dunkler, enger Gang voraus, dunkler, enger Gang zurück, könnte man nicht beschwören, nicht doch einsam und heldenhaft in gefährliche, uner- forschte Tiefen vorzudringen. Um die nächsten Ecke sieht man auf einmal Tageslicht, die Schritte beschleunigen sich und man hastet auf einen gras- bewachsenen Fleck hinter Mauerresten, mit wirrem Blick murmelnd: "Ich glaube hier war ich schon, oder?".
Wenn man keine Taschenlampe dabei hat, oder den Kick noch etwas stei- gern will, kann man sich auch mit der Digicam behelfen: Einige Meter in den Gang reingehen, Blitz einschalten, abdrücken, und auf dem Display die nächsten gut ausgeleuchteten Meter betrachten. Im Stockdunklen weiter- gehen, Vorgang wiederholen. (Bitte nicht mit einer Kamera wie meiner,
die durch einen Sturz in unglücklichem Winkel auf die Kante einen zerbrochen- en Batteriefachdeckel hat, der nur mit Hilfe dreier fest um die Kamera gewickelten Einmachgummis und eines Latexhandschuhes die Batterien im Schacht und die Stromzufuhr aufrecht hält. Es ist KEIN cooles Gefühl, tief in einem solchen Gang zu stehen und festzustellen, dass die Kamera grade einen ihrer sporadisch auftretenden Wackelkontakte hat...)
Es gibt auch ein Museum auf dem Festungsgelände, das recht eindrucksvoll die Geschichte der Festung dargestellt.
Die Hotelterrasse hat einen wunderschönen Blick auf Rhein und Burg Katz, der Service ist auch verstaubten Touristen mit abwesendem Blick gegen- über sehr freundlich und unkompliziert.
Fazit: "Ich glaube hier war ich schon, oder?"... falls es nicht schon dezent durchklang: die Festung Rheinfels ist großartig!
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