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Alles sehr schmucklos und streng, aber die weissen Mauern mit dem rot abgesetzten Sandstein, der Blick von jedem Fenster auf den direkt unter einem vorbeifliessenden Rhein, die der Original-Einrichtung nachemfun- dene Ausstattung, das alles wirkt.
Dicke, knarrende Holzdielen geben einem mitunter das Gefühl, auf einem Schiff im Rhein zu sein, die Wendeltreppe zum Turm hoch, ist die schmal- ste, die ich je auf einer Burg bestiegen habe, und selbst das Plumpsklo hat einen malerischen Ausblick.
Alles irgendwie ganz anders als bei den "normalen" Rheinburgen, angefan- gen bei der bizzaren Form, über die kompakte Dimension der Anlage bis hin zu dem offensichtlichen Fehlen aller Anzeichen einer Wohnburg. Hier gibt es keine Rheinromantik und kein beeindruckendes, schwerteschwing- endes Mittelalter; Pfalzgrafenstein war eine befestigte Zollanlage und fertig. Gerade das macht vielleicht die überzeugende Wirkung der Burg aus.
Es macht Spass, mit dem Plan in der Hand über Treppen und Galerien zu steigen, und weil auf das kleine Schiffchen nicht soviele Leute passen, und jeder in einem anderen Winkel anfängt die Anlage zu erkunden, ist man oft genug ganz alleine in "seiner" Ecke der Burg.
Gegenüber der Insel in Kaub gibt es einen Biergarten unter schönen Bäu- men, von dem man aus einen Blick auf Pfalzgrafenstein und Burg Guten- fels hat. (Leider auch auf die B42...). Sehr freundliches bodenständiges Personal, allerdings kein kulinarischer Höhepunkt einer Ausfluges.
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